Spannend.

Heute Abend und morgen habe ich mein erstes Waldorfseminar. An der Schule ist es üblich und verpflichtend, dass man an mindestens drei Seminaren teilnimmt. Über das Schuljahr verteilt gibt es vier verschiedene Seminare zum Thema Waldorfpädagogik, die einen Einblick geben sollen, was genau das Konzept ist, welche Gedanken und Ansätze dahinter stecken und wie man gemeinsam die Schulzeit bestreiten kann. Ich habe etwas gemischte Gefühle, da ich ziemlich sicher bin, dass dort viel gesungen wird, es eine möglicherweise beklemmende Vorstellungsrunde gibt und es sicher auch einen Abschnitt Eurythmie geben wird. Ich finde das zwar alles ganz großartig und würde (nie hätte ich gedacht, dass ich das mal sage) diese Schule sofort besuchen. Wenn ich ein Kind wäre. Nun bin ich aber erwachsen und eigentlich nicht gerade zimperlich oder schüchtern, aber es gibt so Situationen, in denen fühle ich mich einfach fehl am Platz. Ich hoffe sehr, dass dort einige bekannte Gesichter sein werden und es einfach nicht zu krampfig wird.

Los geht es heute Abend um 20 Uhr und bei meinem derzeitigen Grad an Müdigkeit ist außerdem noch spannend, ob ich es schaffe, dem 1,5-stündigen Vortrag zur Einstimmung zu folgen, ohne einzuschlafen. 😀

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Weihnachtlich.

Ich gestehe: Ich freue mich auf Weihnachten. Ich erhoffe mir von dieser Zeit etwas Ruhe für die Familie. Und Entscheidungen. Eine Sache ist allerdings schon jetzt klar: Philip wird die Schule nicht verlassen müssen, alles nur ein blödes Mißverständnis. Na Danke. Aber lieber so, als an Weihnachten da sitzen und bangen.

Bis dahin gibt es noch eine ganze Menge zu erledigen. Die Arbeit türmt sich (Juchhu!), der Haushalt muss es ausbaden und die Wochenenden strotzen vor Terminen (Waldorfseminar, Basketballspiel, Flohmarkt, Weihnachtsfeier, Weihnachtsparty, Adventsbasar…) und dann ist ja quasi auch schon Weihnachten. Aber Adventskalender? Geschenkideen? Fehlanzeige!

Ich wünsche mir zu Weihnachten vor allem eines: Eine Entscheidung in puncto Umzug. Leider liegt das nicht in unserer Hand, wir können nur warten und hoffen, dass sich alles so ergibt, wie wir es uns wünschen. Und wenn’s dann klappt, dann ziehe ich nie wieder um! 😉

Und hatte ich schon erwähnt, dass ich so blöd war, mich zum Elternbeirat im Kindergarten wählen zu lassen? Es wollte halt sonst keiner machen. Nun sind wir zwar zu dritt, aber die Arbeit hängt fast komplett an mir. Das werde ich wohl als guten Vorsatz ins neue Jahr mitnehmen: Finger weg von zusätzlichen Verpflichtungen.

Ich muss gestehen, die entspannteste Zeit des Tages verbringe ich zur Zeit im Büro. Verrückt.

Unzusammenhängend? Verworren? Langweilig? Sorry. 😀

Vom Ankommen.

Wenn doch nur einmal alles liefe wie geplant, wie gewünscht, wie erhofft.

Wenn wir doch nur mal Wurzeln schlagen könnten.

Wenn wir doch nur mal Ruhe finden könnten.

Es soll nicht sein.

Jedes Loch, dass wir zugraben, buddelt ein anderer wie auf. Sind wir hier fertig, müssen wir dort wieder anfangen.

Es hört nicht auf.

Wir ziehen umher wie die Nomaden, dabei wollen wir doch nichts mehr als mit nackten Füssen auf der Erde stehen und unsere Wurzeln tief in die Erde treiben. Hier gehen wir nicht mehr weg!

Ständig sollen wir um-, auf- und abbrechen. Mit jedem Mal verlieren wir ein Stück von uns. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir kaputt brechen.

TGIF!

Die Woche hatte ich mir eigentlich recht entspannt ausgemalt. Der Große gut beschäftigt in der Stadtranderholung, der Kleine entspannt und fröhlich, ich ausgeruht, motiviert und arbeitsam.
Leider stimmt davon nur der Teil mit der Stadtranderholung, wobei es auch dort natürlich wieder schwierig ist für mein Sensibelchen.
Aber Johannes? Puh… Mal eben den Mittagschlaf abschaffen, bzw. in den späten Nachmittag verlegen, ist offensichtlich doch gar nicht so toll, wie er letzte Woche noch dachte. Mittlerweile ist er einfach nur komplett aus dem Rhythmus (bei dem ich mit muss! ;-)) und müde ohne Ende. Und da müde Kinder bekanntlich ja nicht wirklich fröhlich und ausgeglichen sind, sind die Nachmittage entsprechend quälend lang.
Hinzu kommt, dass ich wirklich komplett urlaubsreif bin. Das Wetter ist so toll, dass ich mich nur schwer motivieren kann, so viel Zeit am Schreibtisch zu verbringen, wie eigentlich nötig wäre, um die ganzen Projekte noch vor dem Urlaub abzuschließen. Ich sehe schon kommen, dass ich meinen Laptop mitnehmen und im Urlaub arbeiten muss. Vielleicht kann ich mich aber in der letzten Woche vor dem urlaub noch einmal ordentlich motivieren und es anpacken. Toll wäre es!

Aber, wow, das Wetter. Fantastisch! Hoffentlich bleibt das auch im Urlaub so!

Endspurt

In nicht einmal zwei Wochen geht es endlich in den Urlaub. Leider war ich die komplette letzte Woche unpässlich, einer Seitenstrangangina sei es gedankt. Am Wochenende habe ich einer lieben Freundin beim Umzug geholfen, ein Konzert besucht und mein übliches Programm abgerissen. Anstrengend war das.
Der Große geht nun die nächsten zwei Wochen wieder zur Stadtranderholung. Morgens um Viertel nach acht fährt der Bus ab und nachmittags um halb sechs kommt er heim.
Mein Schreibtisch liegt sehr sehr voll mit Arbeit, der Urlaub muss noch vorbereitet werden. Aber es wird schon alles werden.
Hier also nur kurz ein: Uns geht es gut! 😀

Man wächst an seinen Aufgaben.

Da ich nun Auto fahre, möchte Philip gern, dass ich ihn morgens zur Schule bringe. Ich versuche das Ganze positiv zu sehen, denn die Übung tut mir schließlich gut, aber ganz ehrlich: Das ist für mich eine total Horrortour!
Die Waldorfschule liegt in einem Schulzentrum mit noch drei (?) weiteren Schulen, die meisten Kinder werden dort morgens mit dem Auto hingefahren. Leider ist dieser Ort aber logistisch für ein so hohe Verkehrsaufkommen gar nicht gemacht. Die Zufahrtswege sind eng, man kommt nicht richtig wieder weg, es gibt keinen Ort an dem man stressfrei wenden kann und eigentlich behindern sich alle gegenseitig. Toll wäre so ein amerikanisches System mit Haltepunkt. Einreihen, anhalten, Kind aussteigen lassen, weiterfahren. So ist es aber jeden Tag ein Hängen und Würgen und am Ende bin ich fix und fertig.
Immerhin hatte ich jetzt genug Gelegenheit um das Anfahren am Berg zu üben. Yeeha!

ACHT

Gestern haben wir den unfassbaren achten Geburtstag von unserem großen Kind gefeiert. Ganz ruhig, ganz entspannt, den Wünschen des Kindes entsprechend. Keine wilde, laute Party. Mittags Nudeln mit Fertigsauce von Alnatura (Wunsch I), nach der Mittagspause (Wunsch II) ging es ins Schwimmbad (Wunsch III) und anschließend zum güldenen M (Wunsch IV).
Unser Geschenk (MoviePark) schlug zwar nicht ein, wie eine Bombe, aber das kann man als Kind ja auch nur schwer begreifen. Samstag wird es schon durchsickern. Am meisten hat er sich wohl hierüber (Großeltern, natürlich) und über diese Bücher (eins | zwei) (wir! puh!) gefreut. Nun wartet er ganz gespannt auf die Päckchen von den anderen Großeltern und der Tante, die es leider nicht rechtzeitig geschafft haben.

Am allermeisten freut er sich aber wohl auf die Ferien!

Schanöpsel

· Letzten Donnerstag habe ich eine Auffrischungsfahrstunde genommen. Grund: Freitag geht es mit dem Großen in den MovieParkGermany und ich mussmussmuss uns dorthin fahren. (Hab ich ja vielleicht schon erwähnt.) Die Fahrstunde lief ganz gut, die Beine waren nicht halb so puddingweich wie ich befürchtet hatte und das Auto ging mir auch nur dreimal aus. Und das zu Recht. Damit das Ganze nicht für die Katz war, bin ich dann abends direkt zum Einkaufen gefahren und ich sag’s mal so: Das war sicher nicht die effektivste Fahrt und nicht der sinnvollste Einkauf, aber ich bin gefahren. Und so setze ich mich nun immer öfter hinter’s Steuer und finde es schon fast normal. Nur heute morgen… Anfahren am Berg… Handbremse und viel zu viel Gas und ein viel zu hoher Puls, kurzzeitig. Aber das sehe ich entspannt. (Jetzt.)

· Gestern Abend großes Johannifest in der Schule und selten habe ich mich so deplatziert und ausgeschlossen gefühlt. Irgendwie war’s uns aber auch echt zu spät und Philip war müde und aufgeregt wegen des bevorstehenden Geburtstags und mein Beitrag zum Büffet (Couscous-Salat. KEIN Fingerfood. Auweia.) war auch nix. Als wir um 22 Uhr gehen mussten, weil es spät, das Kind müde und die Mutter genervt war, konnte dann absolut keine Lösung gefunden werden, damit der Salat weiter gegessen werden kann und ich trotzdem meine Schüssel wiedersehe. Da lassen ging gar nicht (“Nein, also, das wird nix, das ist zu großer Aufwand.” Schüssel war mit Namen und Klasse beschriftet), Umfüllen auch ein Riesenproblem (“In meiner Schüssel waren Erdbeeren und ich kann ja hier schlecht für die anderen sprechen.”). Mir war das alles viel zu kompliziert, also habe ich völlig entnervt die Schüssel des Anstosses geschnappt und bin verschwunden. Fußballspielen durften die gelangweilten, weil nicht mittanzen wollenden Jungs auch nicht. Und der Ball war auch noch unserer. Was bin ich nur für eine Rabenmutter! Das sind so die Momente, wo ich mich schon frage, ob eigentlich alle bescheuert sind. Wo mir doch ständig beteuert wird, wie umgänglich und nett ich wäre, aber ganz ehrlich, irgendwann ist dann auch mal gut.

· Umso erfreulicher war dann der Start in den (Geburts-)Tag vom großen heute. Mit Kerzen am Bett gesungen, Geschenke ausgepackt, freuen üben wir noch mal, Kuchen essen und dann etwas zu spät in die Schule kommen. Der Empfang war so schön, dass der Ärger vom Vorabend sofort verflog, denn hier soll vor allem einer glücklich werden und das bin nicht ich. Die Kinder fingen sofort an “Happy Birthday” zu singen, die Lehrerin gratulierte ganz herzlich, aber nicht zu überschwänglich, also in genau dem Maß, dass unser Sohn braucht. Schön, ich hätte sie am liebsten gedrückt.

· Ansonsten gibt es viel Arbeit, wenig Freizeit, noch weniger Schlaf, dafür umso mehr Kaffee. Johannes kann seit gestern aus dem Bett klettern und ich weine jetzt schon mal dem Mittagschlaf nach, wobei mich das ab August dann ja gar nicht mehr betrifft. 😉

· Hab ich schon erwähnt, dass wir am Freitag in den MoviePark fahren? Ich bin so aufgeregt! Das letzte Mal war ich mit 12 (?) in einem Freizeitpark. Ich bin gespannt, wie es Philip gefallen wird. Glücklicherweise kann er viele Sachen allein fahren, aber ich fahre auch gern mit. Und wir haben ein ganzes Wochenende für uns, ein nettes Hotel und eben zwei Tage Eintritt in den MoviePark. Nur noch drei Mal schlafen! Aaaahhhhh…!

Zum Vergleich

Ferienprogramm

Für Larissa. So sieht das Ferienprogramm der Stadtjugendpflege Limburg aus. In dem sehr dünnen Heft verbergen sich dann fünf Ferienfreizeiten und vier Tagesangebote. Dazu noch eine ähnlich überschaubare Menge an Angeboten der Musikschule und der VHS.