Frustig.

Im Grunde weiß ich ja, dass man loslassen muss, damit die Dinge sich entwickeln könne, wie man es sich wünscht, aber es fällt mir schwer. Ich habe einfach gern Kontrolle. Anwenden lässt sich das momentan auf einige Dauerthemen, die mir echt den letzten Nerv rauben.

Diese Wohnungssuche beispielsweise ist so was von kraftraubend und aussichtslos. Bleiben ist für uns aber auch keine Option. Und so werden täglich die Wohnungsangebote abgecheckt, gerne auch mal mehrfach und am Ende bleibt nichts außer Frust. Heute Nachmittag hatte ich einen Besichtigungstermin vereinbart, ruhige Gegend, Altbau, 5 Zimmer, kleiner Garten, aber am Ende mit anzuschaffender Küche, Kaution und Provision für uns nicht machbar. Ich weiß, wir haben völlig überzogene Vorstellungen, aber ich wäre ja sogar bereit etwas mehr auf den Tisch zu legen, wenn ich das Gefühl hätte, es würde sich wirklich lohnen. Mittlerweile ziehe ich sogar in Betracht, doch ein Haus zu kaufen, auch wenn das eigentlich utopisch ist. Meine Geduld ist erschöpft. Ein Jahr suchen wir nun schon die eierlegende Wollmilchsau.

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Update

Nachdem wir letzten Mittwoch dann zur Audienz bei der Vermieterin geladen waren, war recht schnell klar: Das wird nichts. Entscheiden konnte sie bei dem Termin eh nichts, weil ihr Verwalter und Erbe des Hauses nicht anwesend war. Das ist vielleicht auch ganz gut so. Wer weiß, vielleicht hätten wir sonst vor Ort ganz unüberlegt den Mietvertrag unterschrieben.
Wir haben also schweren Herzens am Sonntag für die Wohnung abgesagt, aber wir glauben einfach, dass die Vermieterin, die ja im selben Haus wohnt, einfach nicht glücklich mit uns geworden wäre. Sie hat keine eigenen Kinder und war von der Idee, dass wir mit zwei Kindern einziehen wollen, nicht wirklich begeistert. Ohne unsere Kinder einziehen hätten wir jetzt aber auch nicht so toll gefunden. Und wir hatten auch einfach Angst, dass wir schnell mit ihr aneinander geraten würden, vermutlich spätestens beim Thema “Fussball spielen im Garten” wäre das ziemlich sicher auch passiert und was nützt uns eine tolle Wohnung mit einem großen Garten, wenn die Kinder darin nicht spielen dürfen.
Außerdem ist die jetzige Mieterin auch sehr bemüht und nimmt sich viel Zeit für diese alte Dame, die ja auch einfach nicht mehr viel vor die Tür kommt. Zeit ist für mich aber ein gar zu kostbares Gut und ich hatte echt Panik, dass man hinterher jeden Tag bei ihr sitzen und schnattern muss oder dass sie mich mittags im Treppenhaus abfängt um den Kleinen zu sehen. Am ende hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt und ihr hätte meine Art, Dingen, auf die ich keine Lust habe, aus dem Weg zu gehen, sicher nicht gepasst.

Wie dem auch sei. Für einen kurzen Moment hatten wir eine Perspektive, die fehlt jetzt natürlich wieder. Aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass sich da ganz bald etwas Tolles ergibt.

Daumen drücken, bitte. Danke!

Heute um 16 Uhr lernen wir die Vermieterin kennen und hoffen, dass wir die Ü90-Dame von uns überzeugen können, ohne Theater spielen zu müssen. Und dass sie sich dann schnell entschließt, damit wir Freitag den Mietvertrag kündigen können. Ahhh… Ich bin nervös!

Ja, und nu?

Am Samstag schauten wir uns ein kleines Reihenhaus an. 125 Quadratmeter, vier Zimmer, 250qm Garten. Lage suboptimal, Zustand unterirdisch, Miete im Verhältnis viel zu hoch. Aus der Traum vom Haus. Mal wieder. Aber das kennen wir ja schon. Und so langsam schlich sich das Gefühl ein: Vielleicht können wir uns einfach kein Haus leisten. Jetzt. im Moment. es gäbe ja tolle Dinger, aber wir sind eben nicht bereit 1500€ Miete zu zahlen und bauen/kaufen ist auch überhaupt keine Option.
Also überwand ich mich gestern und rief die Nummer an, die mir eine Bekannte gegeben hatte. Die Nummer gehörte zu einer jungen Frau, die drei Häuser weiter wohnt und aus der Wohnung nun ausziehen wird. Obwohl es die gleiche vielbefahrene Strasse ist, es kein Haus zu vermieten gibt, war ich neugierig. Altbau, 120qm, Gartenmitbenutzung, 6 Zimmer und das Ganze für unter 1000€ warm, lockten mich einfach. Also vereinbarte ich eine Besichtigungstermin für heute nachmittag und ging dort auch erstmal allein hin, also mit den Kindern, aber ohne Mann. 😉
Leider, leider ist die Wohnung ziemlich toll. Und zudem auch noch günstiger als unsere jetzige. Aber eben auch genauso laut. (Ich glaube ja, dass es dort schon leiser ist, aber mein Mann sieht das anders.) Jedenfalls war die Wohnung so toll, dass ich meinen Mann heute Abend direkt rüberschickte zum Gucken. Und weil der nun aber im Kino ist und ich mich mitteilen muss, schreibe ich diesen Post.

Und diese Liste:
Pro
~ gleiche Lage, gleiche Vorteile (kurzer Weg zur Arbeit, zum Kindergarten, gemeinsames Mittagessen, stadtnah)
~ gleiches soziales Umfeld (!!!)
~ mehr Zimmer
~ weniger Miete
~ Garten
~ Vermieter ≠ Chef (!!!!!!!!!!!)
~ weniger ungenutzte Quadratmeter
~ getrennte Kinderzimmer + Arbeitszimmer + Esszimmer (Zimmeranzahl verdoppelt sich!)

Contra
~ Umzug und die damit verbundenen Kosten
~ gleiche laute Strasse
~ eventuell Küchenübernahme
~ kein Gäste-WC, kein Balkon
~ …
Eigentlich eindeutig, aber leider nur eigentlich. Ich weiß nicht, ob wir einen Umzug finanziell stemmen können, inkl. der anfallenden Kosten für die Küche, die wir übernehmen müssten und auch so Sachen wie die horrende Nebenkosten-Nachzahlung, die uns auf jeden Fall erwartet wegen des langen Winters. Entscheiden müssten wir uns bis Ende der Woche. Und dann wissen wir noch immer nicht, ob es klappt, da eigentlich schon eine Maklerin eingeschaltet ist, die wir aber wegen der oben erwähnten Bekannten ja komplett umschippert haben. Besagte Maklerin kennen wir aber und da ließe sich dann möglicherweise tatsächlich etwas drehen.

Und zu allem Übel habe ich auch eigentlich nicht so wirklich viel Lust schon wieder umzuziehen. Man kommt sich ja vor, wie ein Nomadenvölkchen. Alle 2,5 – 3 Jahre umziehen… Andererseits haben wir auch echt schon eine Menge mitgemacht und heute wurde uns schon die nächste Baustelle offenbart und das nervt mich eigentlich am allermeisten. Also vielleicht?…

Erstmal drüber schlafen und dann schauen wir mal morgen früh. Aber ich werde wohl nicht besonders gut schlafen. Insgeheim richte ich nämlich schon ein. Mal schauen, ob es meinem Mann genauso geht. 😉

EDIT: So, die halbe Nacht in Gedanken Möbel gerückt und heute morgen das OK vom Mann bekommen. Wir werden also versuchen, unsere Traumwohnung zu bekommen. Ein paar gedrückte Daumen können sicher nicht schaden. 😀 Hui, bin ich aufgeregt!!!

Träume

Ich träume von einer Welt in der man vormittags aufräumt und man das nachmittags noch sieht, in der sich Kinder Essen wünschen, dass ihnen hinterher schmeckt, in der müde Kinder nicht mit einem Bein über dem Gitter stehen und sich die Seele aus dem Leib brüllen, in der Kinder allein Ideen für unterhaltsame Spiel haben, in der Kinder wissen, welche Jacke, welche Schuhe am besten geeignet sind, in der kleine Kinder nicht mit Vorliebe am Bein der Mutter hängen, in der es bezahlbare Häuser für Familien gibt, in der die Sonne scheint und es 23 Grad Celsius hat…

Man wird doch noch träumen dürfen!

Spruch des Tages

“Vielleicht schläfst Du auch erst noch einmal darüber.”

(Nachdem ich mich darüber echauffiert hatte, dass unsere neuen Nachbarn es nun nicht einmal mehr schaffen, “Hallo” zu sagen und sich offensichtlich dadurch gestört fühlen, dass wir das derzeit noch gemeinsame Treppenhaus nutzen. Soll ich mit den zwei Kindern aus dem Fenster springen oder wie?)

(Ich würde sehr gern über alles mögliche schlafen. Oder auch einfach nur so schlafen.)

Mein Freund der Baum…

wird morgen gefällt. Eigentlich sind es sogar zwei. In unserem Vorgarten stehen drei wunderschöne, große Bäume. Ein Ahorn, eine Kiefer und eine Esche. Die Kiefer stand schon lange auf der Abholzliste der Vermieter, die Esche muss nun zu Gunsten einer neuen Kanalisation weichen.
Ehrlich, ich könnte heulen. Wir haben nämlich eigentlich einen komplett grünen Ausblick und das trotz der Lage an einer viel befahrenen Strasse. Natürlich schlucken die Bäume auch einiges an Schall. Und morgen kommen sie nun weg. Ich werde sie vermissen.

Abwasser marsch!

Glücklicherweise wurde unser Abwasserproblem am Freitag direkt von zwei sehr flinken Handwerkern gelöst. Bevor ich wusste, dass die Zwei dort unten arbeiten, habe ich aus meinem Ärger heraus erstmal die Waschmaschine und die Spülmaschine angestellt, war ausgiebig duschen und habe mich unendlich geärgert. Die Nacht haben wir aus Rücksicht auf die Kinder zu Hause verbracht. Der Jüngste hat sich nämlich so gerade eben wieder an zu Hause gewöhnt, da wollte ich ihm nicht schon wieder eine Umstellung zumuten.
Das Ärgerliche an der Geschichte ist eigentlich, dass die beim Baggern schon wussten, dass sie eine Sickergrube zerstören, sich aber nicht darum gekümmert haben, ob die vielleicht noch gebraucht wird. Und natürlich ist das neu angeschlossene Abwasserrohr nun auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Morgen geht es lustig weiter und ich werde wieder hier und da und dort mal Wasser laufen lassen müssen, um zu prüfen, ob nun wirklich alle Abflüsse an irgendeinen Kanal angeschlossen sind. Und ich hab ja auch sonst eigentlich nichts zu tun.

“Spaß” in alten Gemäuern.

Nachdem wir diese Woche schon zweimal das Wasser abgestellt bekommen haben, heute nun der Supergau: Beim Baggern während unseres Urlaubs wurde ein Abwasserrohr und/oder die Sickergrube beschädigt, so dass das Fallrohr nun mit all unseren lustigen Abwässern (ich erinnere noch einmal: Wäsche, Wäsche, Wäsche…) vollsteht und das Wasser teilweise in den Keller gelaufen ist. Fazit: Bitte auf unbestimmte Zeit kein Abwasser mehr produzieren. Is klar.
Ich check dann mal die Hotels der Umgebung. (Und fluche leise vor mich hin.)

Jetzt aber…

schnell ins Bett.

Eher anstrengend der Tag heute. Philip hatte nachmittags einen Kindergartenfreund da und die Zwei rockten durch’s ganze Haus. Dazu ein schlafunwilliges Baby und zwei spontan aufkreuzende Vermieter. Wir haben nämlich am Wochenende mal wieder Wasser in der Schlafzimmerwand gehabt und fürchten nun, dass die Wand zu schimmeln anfängt. Da kommt noch einiges an Umbau und Sanierung auf uns zu in den kommenden Wochen.

Heute ist das aber erstmal egal. Gute Nacht.