Geburtsbericht.

Nachdem ich am Montag (14.3.) von meiner Hebamme und auch von meiner Ärztin hörte, dass es auf jeden Fall noch dauern wird, bis das Kind kommt, ließ ich mich nachmittags dazu hinreißen zu sagen, dass es dann jetzt wohl bald losgehen würde. Wirklich damit gerechnet habe ich aber nicht. Auch dachte ich, dass ich sicher ganz klassisch mit dm Einsetzen von Wehen in die Geburt starte. Einen Blasensprung hatte ich irgendwie nicht auf dem Schirm.
Als ich dann an besagtem Montag abends ins Bett ging, mich kurz aufsetzte um mich zuzudecken, riß die Blase dann doch. “Kann ja gar nicht sein” dachte ich und ging erstmal zum Klo um zu schauen, ob ich jetzt nicht doch einfach inkontinent wurde. Im Bad war ich dann ziemlich schnell sicher, dass es sich tatsächlich um Fruchtwasser handelt, aber ich musste mir noch via facebook die Bestätigung holen. 😉
Als das geklärt war, saß ich erstmal einigermaßen ratlos in der Küche. Was nun? Wir hatten keine Betreuung für Philip, meine Mutter wollte ja erst am 26.3. kommen. Zudem war es mitten in der Nacht, ich hatte keine Wehen und überhaupt fühlte ich mich ziemlich überrumpelt von alldem. Meine Tasche hatte ich auch noch nicht gepackt, also suchte ich halbherzig ein paar Sachen zusammen und besprach mit dem Mann, dass dieser mich ins Krankenhaus bringen und ich dann später zur Not ja ein Taxi nach Hause nehmen könnte. Genau. 😉
Im Krankenhaus angekommen wurde ich wie immer freundlich begrüsst, es wurde ein CTG geschrieben bei dem ich mal wieder tierisches Sodbrennen bekam und nach der Untersuchung stand dann auch fest, dass ich kein Taxi brauchen würde. Zufälligerweise war auch gerade die Ärztin im Hause und teilte mir mit, dass ich natürlich nicht mehr heim gehen kann. Die diensthabende Hebamme rang mir dann noch das Versprechen ab, dass ich auf jeden Fall spontan gebäre, da die beiden gerade laufenden Geburten in Kaiserschnitten endeten. Ich war müde. Ich war entschlossen. Also versprach ich. Da ich im Büro auf der Pritsche lag, warf ich noch einen Blick auf den Dienstplan und stellte mit Entzücken fest, dass doch tatsächlich meine Wunschhebamme die Tagschicht hatte.
Zunächst wollte ich aber erstmal schlafen. Zwei Uhr nachts, keine Wehen, also ab ins Zimmer. Leider kein Einzelzimmer und meine Nachbarin tat alles, um mich um den so nötigen Nachtschlaf zu bringen. Etwa alle 20 Minuten klingelte sie, weil ihr Kind so unruhig war. Am Ende wurde ihr dieses dann mit übervollem Magen abgenommen und sie konnte endlich schlafen. Das war um fünf Uhr morgens. Blieben zwei Stunden Schlaf für mich.
Nach dem Frühstück, einer größeren Blutentnahmeprozedur und einer Dusche, wurde ich dann in den Kreißsaal gebeten und an den Wehentropf gehangen. Eigene Wehen hatte ich zwar, aber ich merkte selbst, dass die nichts bewirkten und nicht schmerzhaft genug waren. Wir fingen ganz vorsichtig an, das Wehenmittel lief auf 10ml/Stunde. Und bewirkte gar nichts. Also wurde immer wieder hochdosiert, ich watschelte über den Gang, ärgerte mich, dass es schon wieder nicht so gut lief und sich einfach nichts tat. Um 14 Uhr lief der Tropf dann auf 60ml/Stunde, Pete verschwand nach Hause um etwas zu schlafen und ich bekam zum ersten Mal an diesem Tag wirklich schmerzhafte Wehen. Ich bat meine Hebamme trotzdem, den Tropf noch einmal um 10ml zu erhöhen. Einige Minuten später rief die Ärztin an und verlangte, dass der Tropf auf 90ml/Stunde erhöht werden sollte.
Ab diesem Zeitpunkt bekam ich dann alle 2 Minuten wirklich schmerzhafte Wehen. Ich merkte zwar, dass diese viel zu kurz waren um zu arbeiten, aber ich hoffte, dass die Häufigkeit ausreichen würde. Gegen vier wurde ich dann noch einmal untersucht. Ernüchternde Erkenntnis: 3-4cm Muttermundseröffnung und das Kind noch immer nicht im Becken. Es wurde Zeit für klare Worte, die die liebe Hebamme dann auch fand, mir sagte, dass wir es, wenn ich möchte noch 1-2 Stunden versuchen könnten, sie aber sicher wäre, dass es nicht klappt und ein Kaiserschnitt in aller Ruhe, jetzt wo es dem Baby noch gut ginge, die beste Lösung sei. Ich verzichtete auf 1-2 Stunden “Plastikwehen”, verließ mich auf ihre mehr als 20 Jahre Berufserfahrung und verabschiedete mich vom Gedanken an eine wunderbare Wassergeburt.
Die Ärztin musste dann ja auch noch mal ran und untersuchen, fragte ganz entsetzt, was wir da eigentlich versuchen würden, dass wäre doch ganz klar ein Mißverhältnis. (Ich liebe dieses Wort!)
Und dann ging es doch wieder ganz flott. OP-Vorbereitungen, Formulare unterschreiben, zwischendrin die Frage, ob denn mein Mann gerufen werden solle, die ich – warum auch immer – verneinte. Ich war sicher, dass er nicht mitkommen wollen würde, außerdem hatte er ja Philip und ich bildete mir ein, dass die Präsentation des geholten Babys am Abend ausreichen würde. Und dann ging es auch schon ab in den OP, ich sollte die Betäubung gesetzt bekommen, als plötzlich die Hebamme vor mir steht und sagt: “Dein Mann ist jetzt doch da. … Ich glaube, der ist böse, dass wir ihn nicht angerufen haben. … Darf er denn mit rein?” Ich ließ meinen Mann das selbst entscheiden und verdrückte 2-7 Tränchen, als ich hörte, dass er sich umzog. (Kleiner Exkurs: Als er Philip vom Kindergarten abholen wollte, bot sich eine Mutter an, ihn für eine Weile mit zu sich zu nehmen, was dankend angenommen wurde. Pete fuhr also nichtsahnend ins Krankenhaus um nach mir zu sehen und wurde dort mit den Worten: “Ihre Frau ist im OP.” begrüsst.) Im OP ging das Übliche Prozedere weiter inkl. plötzlichem Panikanfall vom Anästhesie-Chef: “Die hat ne Latex-Allergie. Wir müssen auf latexfrei umsteigen!” Also alle raus aus den Handschuhen, rein in latexfreie Modelle, Latex-Katheder raus, neuer rein, Beine hoch und ab dafür. Natürlich spielte mein Kreislauf erstmal wieder nicht mit und so vergingen dann doch ein paar mehr Minuten, die ich brauchte um wieder ansprechbar zu werden.
Dann saß Pete neben mir, wir warteten auf das Startsignal (“Wir machen jetzt auf.”), das kam aber nicht, statt dessen hörten wir unseren Sohn schreien, bestaunten ihn für einen Moment, wurden total emotional, klärten endgültig die Namensfrage, während unser Johannes zwischen uns lag und waren einfach nur glücklich. Pete fuhr dann mit der Hebamme schon einmal zurück in den Kreißsaal während ich noch fertig gemacht wurde. Das kostete mich ziemlich viel Blut, es wurde etwas hektisch, ich hingegen ziemlich müde und als ich hinterher hörte, was beim letzten Kaiserschnitt alles versaut wurde, war ich froh, dass es so gekommen ist. Die Abschlussarbeiten dauerten dank mit der Gebärmutter verwachsener Blase und der Narbenkorrektur 40 statt 20 Minuten. Anschließend ging es auch für mich zurück in den Kreißsaal und auch nach diesem Kaiserschnitt fehlte mir die Kraft, dieses kleine wunderbare Bündelchen selbst zu halten. Aber all das war egal, es war vorbei und unser jüngster Sohn – wunderschön – geboren.

Und nun noch ein kleiner missionarischer Exkurs: Ich habe mich bereits nach meinem ersten Kaiserschnitt gefragt, warum es Frauen gibt, die sich das freiwillig antun. Nach Nummer 2 bin ich nun sicher: Die müssen verrückt sein. Ich habe in den Tagen nach der Geburt unter so starken Schmerzen gelitten, dass ich an Tag drei fast durchgedreht wäre und man mir abends ein wirklich starkes Schmerzmittel verabreichen musste. Ich habe noch heute, zwei Wochen danach, Schmerzen beim Pinkeln. Die Narbe schmerzt dann und wann. Ich konnte in den ersten Tagen mein Baby weder allein ins Bett legen noch herausnehmen. Ich konnte es nicht wickeln, nicht gut halten und auch mental war ich total angeschlagen. Ein Kaiserschnitt ist ganz sicher nicht der leichtere Weg um eine Schwangerschaft abzuschließen. Wenn ich im Vergleich dazu an meine Zimmernachbarin denke, die sich binnen zwei Stunden ein 4300g schweres, 59cm langes Mädchen rauspresste und anschließend fitter war, als ich es bis zu meiner Entlassung je werden konnte, kann ich nur empfehlen, es in jedem Fall spontan zu versuchen. Ein Kaiserschnitt ist kein Reißverschluss am Bauch sondern eine ernstzunehmende Operation, die den Körper schwächt. So.

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(Ge-)Wichtig.

Nun sind es noch 2,5 Wochen bis zum Termin und abgesehen von einigen leichten Panikattacken, habe ich eigentlich ganz positiv in Richtung Geburt geschaut. Auch heute morgen, als meine Hebamme da war, überwog die Vorfreude auf das Kind. Die Hebamme fand alles völlig normal und geht nun eher davon aus, dass wir es gut zum Termin schaffen werden. Gute Sachen, denn ab dem 26.3. ist zumindest die Betreuung von Philip geklärt.
Dann ging ich zum Arzt und bekam den ersten Schrecken auf der Waage. Zwei Kilo mehr in zwei Wochen. Ist jetzt in der Gesamtsumme gesehen absolut vertretbar, aber für mich eben doch irgendwie doof. Also machte die Ärztin direkt noch einen Vermessungsultraschall und schätzte das Gewicht so auf derzeit 3200g, Tendenz natürlich eher steigend.
Und schon wurde ich bearbeitet, ob ich es denn wirklich noch einmal spontan versuchen möchte oder nicht doch lieber gleich einen Kaiserschnitt einplanen will. Hinterlassen hat mich das nun wieder absolut unsicher. Ich möchte so gern spontan gebären. Der letzte Not-Kaiserschnitt nach 28 Stunden Kreißsaal und kompletter Muttermundsöffnung, war die Hölle und auch die anschließende Wundheilungsstörung war anstrengend. Sechs Wochen lang jeden Tag zum Arzt, anfangs noch inklusive Wundwasser aus der geöffneten Narbe quetschen lassen und dann tägliche Gabe von Antibiotika, das in die geöffnete Narbe gequetscht wurde, bis es nicht mehr ging. Und das Alles mit Säugling. Keine schöne Erinnerung.
Ich bin also nicht scharf auf einen Kaiserschnitt. Noch weniger möchte ich aber noch einmal bis kurz vor Schluss in den Wehen liegen, nur um dann doch auf dem OP-Tisch zu landen.
Klar, die Entscheidung kann mir niemand abnehmen, aber irgendwie fühlt es sich an, als gäbe es keinen guten Weg, keinen Kompromiss.

Und… Action!

Heute hatte Pete frei und ich werde ja so langsam unruhig und denke, dass alles fertig sein sollte. Nur so für den Fall, dass es jetzt doch schon los geht. Medizinisch gilt die Schwangerschaft ja jetzt schon als vollendet, was natürlich nichts bedeutet, aber nach der ganzen Aufregung Anfang Februar, möchte ich einfach vorbereitet sein.
Drum haben wir also heute endlich das Kinderzimmer umgeräumt. Hauptsächlich bedeutete das, dass wir das riesengroße Hochbett von Philip an die gegenüberliegende Wand schaffen mussten. Das ging leider nicht, ohne es teilweise zu zerlegen und das eine oder andere Mal musste ich auch ordentlich zupacken. Nun steht das Bett aber am richtigen Platz und auch die Wickelkommode ist quasi einsatzbereit. Nun fehlt noch die neue Kommode für Philips Kleidung. Die muss aber nur zusammengeschraubt werden. Und dann bin ich ganz tiefenentspannt und erwarte die Niederkunft. 😉 Eigentlich bin ich das in vielen Punkten schon jetzt. Bei Philip hatte ich schon Wochen vorher alles bereit. Hatte Windeln gekauft, Fläschchen und Schnuller desinfiziert, alle Klamotten gewaschen und das Bett stand auch da, als würde schon jemand darin schlafen. Diesen Stress mache ich mir nun nicht mehr, allerdings können wir innerhalb weniger Minuten auch den Drogeriemarkt erreichen und alles fehlende auch kaufen, wen das Baby da ist – zur Not. Wahrscheinlich werde ich das aber doch noch in den nächsten Tagen machen, einfach nur, weil es ja auch Spaß macht.

Trage-Frage

Ich bin ja zugegeben, was das Thema Baby-Tragen angeht recht unerfahren. Wir hatten zwar bei Philip auch schon das Tuch, aber erst später und wir haben es auch eher selten genutzt. Nun habe ich für Nummer 2 eben dieses 5,70m lange Tuch und den Ergo liegen und bin etwas unschlüssig. Ich würde gern das Tuch benutzen, aber irgendwie scheitere ich da immer an der Länge und ich weiß auch gar nicht mehr, welche Tragetechnik man da am besten verwendet. Auf der anderen Seite zweifle ich aber auch ein wenig daran, dass der Ergo wirklich ab dem ersten Tag geeignet ist. Ich finde, mit Tuch sieht das für die erste Zeit immer etwas “natürlicher” aus.
Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben oder mir die Sorgen bezüglich des Ergos nehmen.

Hihi.

Gerade noch einmal bei ihr geschaut, wie lange es nach der Lieferung vom Kindersitz/Babyschale noch gedauert hat. 3 Wochen. Dann hätte ich jetzt noch zwei. :-O Außerdem festgestellt, dass wir nicht nur das gleiche Modell sondern auch die gleiche Farbe gewählt haben. Passt auch bei uns am besten zum anderen Sitz.

Ich bleibe aber dabei: Es wird der 25.3. Das genau an dem Tag die Übernachtung der Vorschulkinder im Kindergarten ist, werte ich jetzt mal nicht als Zeichen. Mh… für eine ET-Tipprunde habe ich wohl eher zu wenig Leser schätze ich. 😉

Hier so.

Irgendwie alle im Wartemodus angelangt. Da ist das bevorstehende Karnevalswochenende eine willkommene Abwechslung. Morgen Abend kommen meine Eltern und bringen den Neffen mit. Zusammen werden wir dann am Sonntag nach Köln zum Schull- un Veedelszoch aufbrechen. Ich freue mich, dass wir das in diesem Jahr alle zusammen erleben können. Morgen werde ich entsprechend ein klein wenig Besuchsputzen. Das wollte ich zwar verteilt die ganze Woche schon tun, aber bisher konnte ich mich nicht so richtig aufraffen. Ist aber auch egal. Das ganz große Chaos haben wir ohnehin verlernt und Staubsaugen macht erfahrungsgemäß auch erst an Tag X wirklich Sinn.

Ansonsten genießen wir nun die letzten Tage zu dritt und erfreuen uns an unserem wunderbaren großen Sohn, den wir so gut hinbekommen haben, dass meine Sorgen bezüglich Nummer Zwei immer geringer werden. Ich fürchte nur, dass meine Vorstellung davon, wie es mit zwei Kindern sein wird, eher romantisch verklärt sind, aber aus diesem Traum werde ich ja bald erwachen. 😉 Ich komme nun aber auch langsam an einen Punkt, wo ich froh bin, wenn ich meinen Körper wieder für mich habe. Auch wenn ich oft denke, dass es eigentlich schade ist, dass die Zeit nun schon fast rum ist, nerven mich die Endzeitzipperlein doch genug. Am meisten leide ich mal wieder unter dem blöden Sodbrennen. Aber ich denke, der Bauch tendiert jetzt wirklich langsam zum Absenken. Zugenommen habe ich bisher 3kg, ich werde die magische Grenze also wohl eher nicht knacken, aber das war ja auch der Plan. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf und ganz gespannt auf dieses Kind. Und das Leben zu viert. Und – wie naheliegend – auf den Verlauf der Geburt. Bisher bin ich ja noch frohen Mutes, dass alles normal läuft und es nicht wieder in einem Not-Kaiserschnitt mündet, aber wer weiß das schon. Ich lasse mich überraschen und vertraue auf mein Gefühl und meine Fähigkeiten und natürlich auch auf das Team im Krankenhaus. In ca. 4 Wochen wissen wir mehr!

Bestellung.

Ich hätte jetzt gern mal ein paar Senkwehen. Weil Hunger haben und dann vom bloßen Hinsetzen schon satt sein ist doof. Der heutige Arztbesuch brachte allerdings auch Gewissheit: Das Kind ist noch nicht ansatzweise ins Becken gerutscht. Und das nach all der Aufregung. Am Ende wird es doch noch Mitte April. 😉 Wobei meine Hebamme am Freitag meinte, dass man schon merken würde, dass die letzten Wochen angebrochen sind. Na, warten wir mal ab.

Nestbauen.

Nach einer absolut faulen letzten Woche, merke ich so langsam, dass ich mal anfangen möchte mit dem Nest bauen. Am Wochenende waren wir dann endlich mal in der Garage und habe in den Kartons nach Babykleidung gewühlt. Zumindest war das der Plan. In der Garage mussten wir dann erstmal feststellen, dass alles dort feucht geworden ist, weil die Dachrinne ein Leck hat und die Feuchtigkeit nirgendwo anders hin konnte als in die Klamotten.
Gestern habe ich die erste Ladung miniwinzigkleine Kleidung gewaschen und zum Glück duftet die nun wieder blütenrein und wird also doch zum Einsatz kommen. Allerdings waren dass die Sachen, die ich in weiser Voraussicht in eine Plastiktüte gepackt hatte. Alle anderen Sachen lagen einfach so im Karton, aber ich denke, die Waschmachine wird es schon richten.
Einzig die Erkenntnis, dass wir schon alles an Klamotten haben und mein kleiner geplanter Shoppingausflug somit flach fällt, war etwas traurig. Aber es ist ja sinnlos jetzt noch mehr miniwinzigkleine Klamotten zu kaufen. Zumal die ja wirklich nicht sehr lang passen. Das einzige was wirklich fehlt sind Schlafsäcke, aber da habe ich schon beim DM welche gesehen, die mir gut gefallen haben und zudem auch günstig waren.

Nächste Woche hat Pete Urlaub. Eigentlich wollten wir noch einmal zu meinen Eltern fahren, aber der Gedanke mindestens 7 Stunden im Auto zu sitzen und meine Angst, dass No.2 dann dort auf die Welt kommt, schrecken mich so ab, dass wir das mal lieber sein lassen. Wir treffen uns eh alle Anfang März zum Karneval in Köln. Statt dessen werden wir also nächste Woche dann mal das Kinderzimmer in Angriff nehmen und zum Babymarkt und IKEA fahren und dort den letzten Rest besorgen. Und dann ist das Nest ja auch fast schon fertig!

Entwarnung!

Heute früh bin ich also direkt mal zu meiner Ärztin gegangen. Super-Idee übrigens an einem Montagmorgen. Aber ich wollte eben Gewissheit haben. Und die habe ich nun. Der Muttermund ist unauffällig, das CTG ebenso. Einzig das Strampeltier drückt mit seinem Köpfchen ordentlich auf den Ausgang und verursacht so wohl die eine oder andere Wehe. All das ist aber kein Grund zur Panik.

Und ich bin schwer beruhigt und werde jetzt also doch etwas mehr machen dürfen als den ganzen Tag liegen, aber eben langsam. Und alles was auch nur ein bißchen dafür sorgt, dass das Strampeltier noch weiter runter rutscht, wurde mir verboten. Also werde ich das Einkaufen und die Wäsche meinem Mann übergeben und auch sonst eher eine ruhige Kugel schieben. Und wenn ich merke, es geht nicht mehr, lege ich mich eben hin und mach eine Pause. Ich glaube, damit kann ich leben. 😉

Zudem hat sich heute wohl auch geklärt, warum meine Nachfolge etc. im Job nicht geklärt wurde. Offensichtlich denkt mein Chef, dass ich Anfang Juni wieder in den Job einsteige. Ich habe keine Ahnung, wie genau er darauf kommt, aber das erklärt natürlich so einiges. Und ich bin sehr gespannt auf sein Gesicht, wenn wir ihm das dann mal erklären mit der Elternzeit etc. Ich frage mich echt, wie man so schlecht informiert sein kann.

Zusammengefasst.

Nun habe ich eine Nacht in meinem eigenen Bett geschlafen und bi nicht mehr ganz so durch den Wind, wie gestern. Zeit, mal eben zusammenzufassen, was die Woche bisher so brachte.

Nachdem ich also in der Nacht von Montag auf Dienstag Wehen hatte und auch den halben Dienstag unter Schmerzen litt, bin ich dann doch mal zum Arzt. CTG unauffällig, allerdings ist das wohl nicht sehr aussagekräftig und nachdem der Bauch auf zwei Mal Handanlegen sofort mit Wehen reagierte, hieß es dann: Ab ins Krankenhaus!
Ich hab in aller Ruhe meine Sachen gepackt, wir habe Philip eingesammelt und sind dann erstmal noch zum goldenen M. Ich hatte zwar Schmerzen, aber eben auszuhalten und der Gedanke im Krankenhaus hungrig zu sitzen – nee, das wollte ich nicht.
Gegen 6 waren wir dann im Krankenhaus, wieder keine Wehen auf dem CTG, aber der Muttermund hatte sich ein wenig geöffnet und so stand die Therapie fest: Wehenhemmer und Lungenreifespritze und viel viel Ruhe.
Der Mittwoch war dann ein ziemlicher Horrortag. Ich hatte irre schlecht geschlafen, bei der Visite wurde mir mitgeteilt, dass die Blutuntersuchung einen Cholinesterasemangel aufwies. Mittags bekam ich dann erstmal eine grandiose Migräneattacke, die sich auch mit Akupunktur nicht lösen ließ, also gab es eine große Flasche Paracetamol intravenös und innerhalb von 20 Minuten ging es mir wieder besser. Die CTG’s waren allesamt unauffällig und ich hatte auch nicht mehr das Gefühl, ständig einen harten Bauch zu bekommen. Trotzdem gab es am Abend dann Lungenreifespritze No.2, was mich schon etwas irritierte, da ich ja eigentlich dachte, wir wären aus dem Gröbsten raus. Nach eingehender Recherche weiß ich aber nun, dass das Mittel nur wirkt, wenn man beide Spritzen bekommt. Nur eine wäre also viel größerer Quatsch gewesen. Heute denke ich: Gar keine wäre auch toll gewesen.
Ab Donnerstag ging es dann geburtentechnisch ziemlich zur Sache. Der Kreißsaal war eigentlich dauerbelegt und da ist dann die Besetzung von 1 Hebamme, 1 Kinderkrankenschwester und 1 Praktikantin etwas knapp. Ich wurde ständig am CTG vergessen und ich muss sagen, wann immer ich hörte: “Ich mach das gleich.” bin ich schier verzweifelt. Ich wäre zum Beispiel gern mal duschen gegangen, ging aber nicht wegen der Braunüle in der Hand. Es dauerte 24h bis sich dem jemand annahm und ich mich endlich wieder wie ein Mensch fühlen konnte. Ich hab zwischendrin echt schon überlegt, mir das Teil selbst aus dem Handrücken zu ziehen. Wäre wahrscheinlich noch nicht einmal aufgefallen.
Am Freitag habe ich zum letzten Mal die Ärztin gesehen, die dann schon ankündigte, dass ich wohl Samstag nach Hause gehen kann. Sie würde aber gleich noch einmal nach dem Muttermund schauen, damit wir genau wüssten, wie der Status ist. Diese Untersuchung hat nicht mehr stattgefunden. Nach einem letzten CTG gestern früh, auf dem sich eine ganz wunderbare Lehrbuchwehe fand, wurde ich nach Hause geschickt. “Schonen Sie sich.”

Fazit ist also: Ich bin jetzt total verunsichert, weiß nicht mehr was eine doofe Wehe ist und was eine nicht ganz so schlimme. Ich weiß jetzt außerdem, dass ich einen Cholinesterasemangel habe, da der Wert bei der zweiten Kontrolle noch schlechter war, was eben bedeutet, dass ich im Falle einer Vollnarkose länger brauche, bis ich wieder selbstständig anfange zu atmen. Das steht nun im Mutterpaß, aber ich brauche auch noch eine Warnkarte, die ich dann immer bei mir tragen muss. Und irgendwie wüsste ich gern auch, woher das kommt. Angeboren oder doch irgendeine Leberstörung?
Komisch finde ich auch, dass ich keine Unterlagen mitbekommen habe für meine Ärztin. Ich habe lediglich einen Einrag im Mutterpaß, das ich im KH war. Ich werde nun Montag zu meiner Ärztin gehen und sie bitten, den Muttermund zu kontrollieren. Außerdem möchte ich gern genau wissen, was das alles jetzt bedeutet. Heißt das, das Kind kommt jetzt auf jeden Fall früher? Heißt das, ich muss jetzt mindestens 5 Wochen streng liegen? Wer macht dann meinen Haushalt? Woher kommt der Enzymmangel?

Ich muss auch gestehen, dass der urplötzliche Ausstieg aus dem Berufsleben mir echt zu schaffen macht. Ich hatte da noch so drei, vier Projekte, die fertig werden mussten. Meine Nachfolge ist noch immer nicht geklärt, ich hab ja noch nicht einmal Elternzeit beantragt. Nun bin ich einfach weg, konnte mich nicht anständig verabschieden etc. Das fühlt sich einfach blöd an.

Ud auch der Gedanke jetzt wochenlang rumzuliegen macht mich zur Zeit noch echt fertig. Ich würde ganz gern noch am normalen Leben teilnehmen, auch mal spazieren gehen und ich hätte gern auch noch meinen Schwimmkurs zu Ende gemacht. Das ist nun alles schier unmöglich, weil ich einfach auch merke, dass es nicht geht. Der Bauch wird einfach zu schnell hart, quasi sobald ich mich in die Senkrechte begebe. Aber das ist ja angeblich alles gar nicht schlimm. Oder doch? Tja, das weiß ich leider gar nicht. Laut der Hebammen im Krankenhaus darf der Bauch schon mal hart werden, aber dann auch wieder nicht. Ich soll mich schonen, aber “die Lage hat sich ja schön entspannt.” Ich bin verwirrt!