Wieder zu Hause!

Seit Dienstagnacht sind wir wieder zu Hause. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus mittags, sind wir quasi direkt heimgefahren. Pete musste ja so langsam mal wieder an die Arbeit und mich hielt auch nichts mehr. Ich wollte einfach nur noch nach Hause, in meinem eigenen Bett schlafen.
Philip und den Neffen haben wir direkt mitgenommen. Wäre ja Quatsch, wenn meine Eltern zwei, drei Tage später mit ihnen aufgebrochen wären. Ich hätte sie zwar gern ein paar Tage um mich gehabt, aber so ist es auch okay. Ich war auch nicht mehr in der Lage, Einwände zu erheben. Die drei Nächte im Krankenhaus haben mich wirklich total viel Energie gekostet. Das Schlaf die beste Medizin ist, war denen wohl nicht bekannt dort. Alle zwei Stunden wurde nachts die Tür aufgerissen, das Licht angemacht und die Flexüle von Johannes kontrolliert.

Muss alles sein, verstehe ich auch, aber es wäre sicher auch anders gegangen. Die letzte Nacht war dann auch nicht ganz so schlimm, was aber sicher auch daran lag, dass Johannes einfach total müde war.
Entlassen wurden wir dann mit der Diagnose 3-Tage-Fieber und dem Hinweis, ich solle doch bitte schön darauf achten, dass das Kind genug trinkt und anständig zunimmt. Überhaupt musste ich mir die ganze Zeit blöde Kommentare wegen des Stillens anhören. Allein schon morgens: “Was isst er denn zum Frühstück? … Ach, er wird nur gestillt?!” Und weil das arme Kind ja so überhaupt keine Flüssigkeit bekommt, wurde dann direkt noch einmal die Rate vom Tropf erhöht. Die haben Johannes da regelrecht durchgespült. Und mir bleibt die Frage: Bekommt er wirklich nicht genug?
Er isst mittlerweile drei Mal am Tag Brei, manchmal auch nur zweimal. Dabei schafft er nie eine ganze Portion, sprich ein ganzes Glas und auch beim Getreide-Milch-Brei am Abend brauche ich nie die angegebene Menge bereiten. Anschließend stille ich ihn meist, bzw. versuche ich es. Oft will er nicht, trinkt ein,zwei Minuten und ist dann zu abgelenkt. Entsprechend oft wird er nachts wach. Tee, Schorle, Wasser – nimmt er alles nicht. Aus der Flasche schon mal gar nicht und mit Löffel, Tasse, Becher funktioniert es überhaupt nicht. Als er so hoch fieberte, hat er von sich aus den Bedarf erhöht und kam wieder alle zwei Stunden. Für mich ist das eigentlich alles völlig okay, nein, es war völlig okay. Jetzt frage ich mich den ganzen Tag: “Trinkt er genug? Isst er genug? Muss ich ihn noch einmal stillen?” Zusätzlich laufe ich immer zu mit Getränken hinter ihm her, die er nicht will/nimmt.
Keine Ahnung was ich da tun soll. Und ob es überhaupt nötig ist. Muss mich mal mit meiner Hebamme beraten. Aber es ist schon irre, wie unfassbar stillunfreundlich die da waren.
Dem Kleinen geht es übrigens wieder absolut gut!

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Trage-Frage

Ich bin ja zugegeben, was das Thema Baby-Tragen angeht recht unerfahren. Wir hatten zwar bei Philip auch schon das Tuch, aber erst später und wir haben es auch eher selten genutzt. Nun habe ich für Nummer 2 eben dieses 5,70m lange Tuch und den Ergo liegen und bin etwas unschlüssig. Ich würde gern das Tuch benutzen, aber irgendwie scheitere ich da immer an der Länge und ich weiß auch gar nicht mehr, welche Tragetechnik man da am besten verwendet. Auf der anderen Seite zweifle ich aber auch ein wenig daran, dass der Ergo wirklich ab dem ersten Tag geeignet ist. Ich finde, mit Tuch sieht das für die erste Zeit immer etwas “natürlicher” aus.
Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben oder mir die Sorgen bezüglich des Ergos nehmen.

Was wurde aus?

Warum gibt es eigentlich kaum noch Strampler zu kaufen für Neugeborene? Irgendwie sehe ich überall immer nur diese Pulli+Hose-Kombis und ich meine mich erinnern zu können, dass mich die ständig nach oben rutschenden Pullis schon bei Philip tierisch genervt haben. Da der aber ein Sommerkind ist, kamen diese erst im Herbst zum Einsatz und da trug er ja schon Gr. 74 und größer. Ich finde es irgendwie befremdlich einem Baby eine Jeans und ein Polo-Shirt anzuziehen. DAs kommt doch noch früh genug. Ich habe bisher auch nur drei Strampler gefunden, die nicht durch mein “Bloß nicht hellblau und nicht zu kitschig”-Raster durchgefallen sind.
Zum Glück ist noch Zeit und vielleicht wird es ja wieder so wunderbar warm, dass das Strampeltier außer einem Body gar nichts tragen muss. Dann erübrigt sich die Suche ja ohnehin. 😉

“Man ist stets gern zu Diensten.”*

Ich habe irgendwann mal aufgeschnappt, dass Menschen, die nicht in der Ich-Form über sich selbst sprechen, sondern sich selbst als “man” bezeichnen, ein gestörtes oder entferntes Verhältnis zu sich selbst als Person haben. Ich habe ja kein Psychologie-Studium absolviert, man möge mir also meine laienhafte Ausdrucksweise verzeihen. Auch kann ich nicht beschwören, dass es sich tatsächlich so verhält. Ich lasse mich aber gern belehren.

Fakt ist aber, dass es merkwürdig ist, wenn Menschen so distanziert über ihre eigenen Gefühle sprechen. Das letzte Mal ist mir das so extrem aufgefallen, als ich eine Doku-Soap über eine Frau sah, die Ihren Mann unter tragischen Umständen verloren hatte und nun vor den Trümmern ihrer Existenz stand. Nachdem in dieser Sendung dann alles getan wurde, um wenigstens das Gröbste wieder ins Reine zu bringen und sie abschließend interviewt wurde, sagte sie so Sachen wie: “Man war ja ganz überrascht. Man hätte ja nie damit gerechnet, dass das in so kurzer Zeit möglich ist. Man wird sich hier sicher sehr wohl fühlen. Man kann nun endlich wieder sorgenfrei in die Zukunft schauen.” Und mir stieß das sofort bitter auf, aber ich dachte auch, dass es sicher nicht verwerflich ist, wenn eine Frau so viel durchgemacht hat und eigentlich “nur noch für die Kinder lebt”, dann ein eher distanziertes Verhältnis zu sich selbst hat.

Nun achte ich natürlich wieder verschärft auf solche Aussagen und stelle einigermaßen verdutzt fest: Das Phänomen ist weit verbreitet. Woher kommt das nur? Ich persönlich finde ja, dass “Ich”-Botschaften sehr wichtig sind. Klar, man wirkt heutzutage schnell egozentrisch, aber das ist im Grunde doch Quatsch. Wenn ich etwas zu sagen habe, ein Gefühl beschreiben möchte oder erklären möchte, warum ich gerade dieses oder jenes getan habe, dann muss ich das doch nicht verallgemeinern. Es gibt doch so viele andere rhetorische Mittel, derer man sich bedienen kann, um nicht jeden Satz mit “Ich” anzufangen. Und ja, diese Verallgemeinerung war Absicht.

*Ein passendes, aber zusammenhangloses Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme. (Der 200-Jahre-Mann; 1999)

Wie finde ich (m)eine Hebamme?

Mit dieser Frage beschäftige ich mich nun schon seit einigen Wochen. Ich habe schon fleißig Telefonnummern gesammelt und einige Internetseiten durchforstet. Leider haben Hebammen offensichtlich nur Telefone. Keine Emailadressen. Das Problem: Ich hasse es, fremde Menschen anzurufen. Total. Und dann auch noch eine Hebamme. Wer weiß, wobei ich die Hebamme dann erwische. Mitten in einer Geburt? Oder einem Hausbesuch? Das wäre mir extrem unangenehm. Wahrscheinlich sind die Telefone in diesen Zeiten aber ohnehin aus. Aber wenn ich nun eine erreiche – was sag ich der dann? “Hallo, ich bin schwanger. Willst Du meine Hebamme sein?” Kreuze an: Ja, nein, vielleicht.

Oh man, schlimm, wenn man so kompliziert ist und aus solchen Dingen immer ein Problem macht. Genau aus diesem Grund hatte ich bei Philip nämlich keine Hebamme. Und das fand ich wirklich saudumm. Diesmal soll mir das nicht passieren, aber wie stellt man das nur an?

Schulanmeldung.

Vor zwei Wochen flatterte der Termin für Philips Schulanmeldung ins Haus. Für die Schule hier im Örtchen. Eigentlich wollte ich den Termin absagen, was mir aber leider erst eine Tag später, also nach dem Termin, einfiel. Blöd. Also schrieb ich der Schule eine nette Entschuldigungs-E-Mail und schilderte denen, dass wir ja eh umziehen und Philip also gar nicht dort angemeldet werden muss. Heute kam die Antwort:

Sehr geehrte Frau K.,

da Sie erst zum 1.8.2010 nach LM ziehen, müssen Sie Philip hier
anmelden, da wir die noch zuständige Schule sind.
Bitte setzen Sie sich wegen eines neuen Anmeldetermins mit uns in Verbindung.

Mit freundlichen Grüßen
i.A.

Ich sehe das also richtig, dass ich Philip in einer Schule anmelden soll, in die er ohnehin nicht gehen wird. Ich verstehe das nicht so richtig, ganz ehrlich nicht. Was soll das für einen Sinn machen? Nun weiß ich aber gar nicht, wie ich herausfinden kann, ob ich Philip nicht einfach in der richtigen Schule anmelden kann. Am Ende mache ich das nämlich doppelt und das finde ich wirklich nicht besonders sinnvoll. Vielleicht kennt sich damit ja jemand von Euch aus und kann mir sagen, wie es damit steht und ob das wirklich so sein muss.

Danke!

Akutes Blogsterben.

An diesem eigentlich wunderbaren Tag mit viel Sonne lese ich von vier geschlossenen Blogs und ich fürchte, es wird jetzt jeden Tag so weitergehen. Ich lese ohnehin viel weniger Blogs als manch anderer wirklich regelmäßig, bei manchen schaue ich einmal die Woche vorbei, oder gar nur einmal im Monat, aber ich lese eifrig, kommentiere wenig und schreibe ja selbst nicht mehr so viel und häufig wie vor 2-3 Jahren.

Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich es ausgesprochen schade finde, dass das Bloggen in gewisser Weise ausstirbt. Viele der Bloggerinnen sind mir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen, vor allem natürlich jene, die ich persönlich getroffen habe.
Aber es ist eben wie mit vielen anderen Gelegenheiten im Leben auch. Solang es ist, ist es toll, aber irgendwann kehren sich die Menschen den Rücken zu während man selbst noch lachend durch die Welt springt und dann kommt der Tag, an dem man feststellt, dass die Gruppe klein geworden ist, sehr klein. Im schlimmsten Fall ist man sogar allein.

So ist das eben? Vielleicht. Schade.

Richtig fördern.

Philip hat in seiner Entwicklung einen unheimlichen Sprung gemacht. Während er vor wenigen Wochen noch vor allem Krikel-Krakel malte, schafft er jetzt Autos, Häuser, Kopffüsser und vieles mehr. Ich bin über diesen heftigen Sprung überrascht, freue mich aber auch, dass er nun stundenlang mit seinem Malblock auf den Knien sitzt und malt.
Aber er malt nicht nur, nein, er schreibt auch was das Zeug hält. Total überrascht war ich an Silvester, als er plötzlich seinen Namen schrieb. Nun ist es ja so, dass ich das grundsätzlich toll finde. Allerdings weiß ich nicht, wie wir uns am besten verhalten sollen. Ich möchte ihm gern ersparen, dass er so wie ich in der ersten Klasse bereits in der Schule sitzt und sich unterfordert fühlt, weil er dann vielleicht schon schreiben kann. Allerdings will ich ihn ja auch nicht ausbremsen und ihm das Schreiben irgendwie verwehren oder es ihm absichtlich nicht beibringen.

Da ich nicht so recht weiß, wie wir ihn nun richtig fördern können ohne zuviel vorweg zu nehmen, frage ich Euch einfach mal: Wie macht ihr das denn so?

Bisher schreibe ich ihm ab und an mal ein paar Wörter vor und er versucht sie dann nachzuschreiben. Das klappt immer öfter gut, aber eben manchmal auch eher nicht so gut. Manchmal schreibt er dann in Spiegelschrift oder verdreht die Buchstaben komplett. Lesen kann er eben noch nicht. Eher Buchstaben erkennen.