Die erste Woche…

in der neuen Schule haben wir nun bereits hinter uns gelassen. Wahnsinn, wie die Zeit rennt! Ich habe ja immer schon gedacht, die Zeit würde im Flug vergehen, als der große noch ein Baby war und die Monate nur so dahingingen. Mittlerweile sind es die Jahre die verfliegen und an manchen Morgenden blickt mir aus dem Spiegel eine ziemlich alte Frau entgegen.

Die Ferien waren extrem entspannt und ruhig. Der Große war vier Wochen lang im Urlaub. Erst drei Wochen an der Nordsee bei den Eltern vom Mann und dann noch eine Woche bei meinen Eltern. Dort haben wir ihn dann abgeholt, sind ein paar Tage geblieben und dann ging es wieder heim, Urlaub auf Balkonien sozusagen. Nachdem wir mittlerweile nun so schön wohnen, war das auch wirklich sehr erholsam und wir haben die Tage sehr genossen.

Und seit vergangenem Montag hat uns nun der Alltag wieder fest im Griff. Wobei das natürlich so auch nicht richtig ist, weil der Alltag ja nun ein komplett anderer ist, mal wieder. Und ich muss sagen: bisher gefällt mir dieser neue Alltag wirklich gut. Kein Gehetze mehr morgens, weil das Schulkind den Weg zur Schule zu Fuß läuft und – klar – muss ich mit dem Kleinen auch irgendwie rechtzeitig los, aber es kommt hier nicht auf die Minute an. Das macht sich einfach unheimlich bemerkbar. Auch, dass ich nun beide Kinder bis ca. 16 Uhr gut betreut weiß, macht es für mich auch wesentlich einfacher, meine Arbeit zu erledigen. Ich kann nun vielmehr nachmittags erledigen und muss nicht mehr zwangsläufig jeden Abend am Rechner hocken. Auf Dauer ist das Modell aber dennoch nichts und Schwerte mich zwischen Festanstellung und Selbstständigkeit entscheiden müssen.

Zum Ende des Jahres wird dann noch ein Kindergartenwechsel ins Haus stehen, auch wenn uns Eltern das Herz blutet, aber da der Hort für den Großen relativ teuer ist und wir nun in einem Bundesland leben, in dem die Kindergartenplätze nichts kosten, macht es ja wenig Sinn weiterhin monatlich 200€ für den platz zu zahlen. Zumal wir so auch schon mal Kontakte mit den Eltern und Kindern des Dorfes knüpfen können, denn in drei Jahren wird er ja auch mit diesen Kindern zusammen die Schule besuchen.

Also alles gut hier soweit!

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Ich könnt grad mal…

gepflegt ins Kissen beißen!

Bis Sonntag stand unsere Umzugsplanung. Schlüsselübergabe am 1.3., Umzug am 11.3. Wir hatten entsprechend Urlaub eingereicht, den Umzugsunternehmer beauftragt und freuten uns mit jedem Tag mehr.

Dann kam Sonntag eine E-Mail von den Vormietern: Wir haben der Vermieterin als Termin für die Hausübergabe den 9.3. vorgeschlagen. Das gab dann den ersten Dämpfer, weil wir ja eigentlich mal den 1.3. besprochen hatten und ich uns in meiner Vorstellung vorher doch noch hier und da etwas Farbe an die Wand bringen und IKEA-Einkäufe verräumen sah. Aber gut, dann halt am 9.3.
Dann kam die E-Mail der Vermieterin, die mitteilte, dass sie am 9.3. keine Zeit habe und unseren Vormietern Alternativtermine genannt habe. (Wann???) Also schrieb ich den Vormietern, dass wir den Umzug schon für den 11.3. geplant haben und jetzt irgendwie ziemlich dumm da stehen und gern wüssten, wann denn die Alternativtermine sind. Bei einem Telefonat erfuhren wir dann, dass die Alternativtermine der 1.3. und der 22.3. (wtf?) sind. Nun wollte sich aber der Vormieter dafür einsetzen, dass wir den Umzug nicht verschieben brauchen und er würde sich dann wieder melden. Das war Sonntagabend und seit dem haben wir absolut nichts mehr gehört. Normalerweise bin ich wegen zwei Tagen mehr oder weniger auch nicht aus der Ruhe zu bringen, aber der anvisierte Umzugstermin ist in drei Wochen!

Ich kann Ihnen sagen, die Nerven liegen hier sowas von blank!

Ich hätte ja grundsätzlich auch nichts dagegen, wenn wir später umziehen würden bzw. hätte ich kein Problem damit, aber wenn man alles schon geplant hat und auch die Handwerker für die im Anschluss an unseren Auszug geplanten Umbaumaßnahmen (aus der Wohnung wird nun doch eine Geschäftsfläche) bereits fix terminiert sind, ist das halt einfach mal komplett blöd. Und ich verstehe auch einfach nicht, warum die sich nicht melden. Ich meine, es muss doch klar sein, dass wir die Information so schnell wie möglich benötigen, weil wir sonst am Ende ja komplett im Regen stehen. Es war ja schon schwierig genug, für den Umzug das von uns bevorzugte Umzugsunternehmen zu bekommen. Da mussten wir den Termin schon verschieben. Im Moment wissen wir gar nicht, ob die im März überhaupt noch Termine frei haben. Haben Sie. Einen. Den 31.3. Oh man…

Und, ja der Mietvertrag läuft erst ab dem 1.4., aber es gab eben oben geschriebene Planung, die nun komplett über den Haufen geworfen wurde.

Und am meisten ärgert mich eigentlich auch, dass die sich nicht melden. Kann ja sein, dass die im Umzugsstress sind, weil es bei denen ja schon nächste Woche los geht, aber irgendwie denke ich, dass es ja auch in deren Sinne sein müsste, das alles so schnell wir irgend möglich zu klären.

Määähhhäääähhhhäääähhhäää… Das nervt!

2014!

Mein Wort des Jahres in 2013 war machbar. Egal, was ich anfing, ich achtete peinlich genau darauf, dass es machbar bleibt. Das hat gut geklappt und ich habe viel mehr bewältigt, als ich das jemals für möglich gehalten hatte. Wunderbar, so darf es weitergehen.

2014 präsentierte sich in diesen ersten sechs Tagen schon von seiner extrem intensiven Seite. Es gibt viel Arbeit, ich habe jetzt schon mehr Überstunden als Sollstunden, aber es geht nicht anders. Alternativ könnte ich meine Kollegen hängen lassen, das ist nicht meine Art. Also, Augen zu und durch. Ende der Woche ist dann wieder etwas Land in Sicht. Und dann fällt mir wahrscheinlich all das vor die Füße, was jetzt erst einmal liegen bleibt, aber ich denke auch den Berg habe ich dann irgendwann weggeschafft. Und meine Kunden sind zum Glück ja sehr geduldig und verständnisvoll (und selbst noch nicht so ganz auf Betriebstemperatur).

Am ersten Januar haben wir dann auch gleich mal die Weichen für die wohl größte Veränderung des Jahres gestellt und sobald es hier etwas Gedrucktes gibt, werde ich berichten.

Ansonsten geht es uns allen gut, sehr gut. Das Jahr fängt gut an, hoffen wir, dass es so bleibt!

Spannend.

Heute Abend und morgen habe ich mein erstes Waldorfseminar. An der Schule ist es üblich und verpflichtend, dass man an mindestens drei Seminaren teilnimmt. Über das Schuljahr verteilt gibt es vier verschiedene Seminare zum Thema Waldorfpädagogik, die einen Einblick geben sollen, was genau das Konzept ist, welche Gedanken und Ansätze dahinter stecken und wie man gemeinsam die Schulzeit bestreiten kann. Ich habe etwas gemischte Gefühle, da ich ziemlich sicher bin, dass dort viel gesungen wird, es eine möglicherweise beklemmende Vorstellungsrunde gibt und es sicher auch einen Abschnitt Eurythmie geben wird. Ich finde das zwar alles ganz großartig und würde (nie hätte ich gedacht, dass ich das mal sage) diese Schule sofort besuchen. Wenn ich ein Kind wäre. Nun bin ich aber erwachsen und eigentlich nicht gerade zimperlich oder schüchtern, aber es gibt so Situationen, in denen fühle ich mich einfach fehl am Platz. Ich hoffe sehr, dass dort einige bekannte Gesichter sein werden und es einfach nicht zu krampfig wird.

Los geht es heute Abend um 20 Uhr und bei meinem derzeitigen Grad an Müdigkeit ist außerdem noch spannend, ob ich es schaffe, dem 1,5-stündigen Vortrag zur Einstimmung zu folgen, ohne einzuschlafen. 😀

Weihnachtlich.

Ich gestehe: Ich freue mich auf Weihnachten. Ich erhoffe mir von dieser Zeit etwas Ruhe für die Familie. Und Entscheidungen. Eine Sache ist allerdings schon jetzt klar: Philip wird die Schule nicht verlassen müssen, alles nur ein blödes Mißverständnis. Na Danke. Aber lieber so, als an Weihnachten da sitzen und bangen.

Bis dahin gibt es noch eine ganze Menge zu erledigen. Die Arbeit türmt sich (Juchhu!), der Haushalt muss es ausbaden und die Wochenenden strotzen vor Terminen (Waldorfseminar, Basketballspiel, Flohmarkt, Weihnachtsfeier, Weihnachtsparty, Adventsbasar…) und dann ist ja quasi auch schon Weihnachten. Aber Adventskalender? Geschenkideen? Fehlanzeige!

Ich wünsche mir zu Weihnachten vor allem eines: Eine Entscheidung in puncto Umzug. Leider liegt das nicht in unserer Hand, wir können nur warten und hoffen, dass sich alles so ergibt, wie wir es uns wünschen. Und wenn’s dann klappt, dann ziehe ich nie wieder um! 😉

Und hatte ich schon erwähnt, dass ich so blöd war, mich zum Elternbeirat im Kindergarten wählen zu lassen? Es wollte halt sonst keiner machen. Nun sind wir zwar zu dritt, aber die Arbeit hängt fast komplett an mir. Das werde ich wohl als guten Vorsatz ins neue Jahr mitnehmen: Finger weg von zusätzlichen Verpflichtungen.

Ich muss gestehen, die entspannteste Zeit des Tages verbringe ich zur Zeit im Büro. Verrückt.

Unzusammenhängend? Verworren? Langweilig? Sorry. 😀

Vom Ankommen.

Wenn doch nur einmal alles liefe wie geplant, wie gewünscht, wie erhofft.

Wenn wir doch nur mal Wurzeln schlagen könnten.

Wenn wir doch nur mal Ruhe finden könnten.

Es soll nicht sein.

Jedes Loch, dass wir zugraben, buddelt ein anderer wie auf. Sind wir hier fertig, müssen wir dort wieder anfangen.

Es hört nicht auf.

Wir ziehen umher wie die Nomaden, dabei wollen wir doch nichts mehr als mit nackten Füssen auf der Erde stehen und unsere Wurzeln tief in die Erde treiben. Hier gehen wir nicht mehr weg!

Ständig sollen wir um-, auf- und abbrechen. Mit jedem Mal verlieren wir ein Stück von uns. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir kaputt brechen.

TGIF!

Die Woche hatte ich mir eigentlich recht entspannt ausgemalt. Der Große gut beschäftigt in der Stadtranderholung, der Kleine entspannt und fröhlich, ich ausgeruht, motiviert und arbeitsam.
Leider stimmt davon nur der Teil mit der Stadtranderholung, wobei es auch dort natürlich wieder schwierig ist für mein Sensibelchen.
Aber Johannes? Puh… Mal eben den Mittagschlaf abschaffen, bzw. in den späten Nachmittag verlegen, ist offensichtlich doch gar nicht so toll, wie er letzte Woche noch dachte. Mittlerweile ist er einfach nur komplett aus dem Rhythmus (bei dem ich mit muss! ;-)) und müde ohne Ende. Und da müde Kinder bekanntlich ja nicht wirklich fröhlich und ausgeglichen sind, sind die Nachmittage entsprechend quälend lang.
Hinzu kommt, dass ich wirklich komplett urlaubsreif bin. Das Wetter ist so toll, dass ich mich nur schwer motivieren kann, so viel Zeit am Schreibtisch zu verbringen, wie eigentlich nötig wäre, um die ganzen Projekte noch vor dem Urlaub abzuschließen. Ich sehe schon kommen, dass ich meinen Laptop mitnehmen und im Urlaub arbeiten muss. Vielleicht kann ich mich aber in der letzten Woche vor dem urlaub noch einmal ordentlich motivieren und es anpacken. Toll wäre es!

Aber, wow, das Wetter. Fantastisch! Hoffentlich bleibt das auch im Urlaub so!

Endspurt

In nicht einmal zwei Wochen geht es endlich in den Urlaub. Leider war ich die komplette letzte Woche unpässlich, einer Seitenstrangangina sei es gedankt. Am Wochenende habe ich einer lieben Freundin beim Umzug geholfen, ein Konzert besucht und mein übliches Programm abgerissen. Anstrengend war das.
Der Große geht nun die nächsten zwei Wochen wieder zur Stadtranderholung. Morgens um Viertel nach acht fährt der Bus ab und nachmittags um halb sechs kommt er heim.
Mein Schreibtisch liegt sehr sehr voll mit Arbeit, der Urlaub muss noch vorbereitet werden. Aber es wird schon alles werden.
Hier also nur kurz ein: Uns geht es gut! 😀

Man wächst an seinen Aufgaben.

Da ich nun Auto fahre, möchte Philip gern, dass ich ihn morgens zur Schule bringe. Ich versuche das Ganze positiv zu sehen, denn die Übung tut mir schließlich gut, aber ganz ehrlich: Das ist für mich eine total Horrortour!
Die Waldorfschule liegt in einem Schulzentrum mit noch drei (?) weiteren Schulen, die meisten Kinder werden dort morgens mit dem Auto hingefahren. Leider ist dieser Ort aber logistisch für ein so hohe Verkehrsaufkommen gar nicht gemacht. Die Zufahrtswege sind eng, man kommt nicht richtig wieder weg, es gibt keinen Ort an dem man stressfrei wenden kann und eigentlich behindern sich alle gegenseitig. Toll wäre so ein amerikanisches System mit Haltepunkt. Einreihen, anhalten, Kind aussteigen lassen, weiterfahren. So ist es aber jeden Tag ein Hängen und Würgen und am Ende bin ich fix und fertig.
Immerhin hatte ich jetzt genug Gelegenheit um das Anfahren am Berg zu üben. Yeeha!

Ja, und nu?

Am Samstag schauten wir uns ein kleines Reihenhaus an. 125 Quadratmeter, vier Zimmer, 250qm Garten. Lage suboptimal, Zustand unterirdisch, Miete im Verhältnis viel zu hoch. Aus der Traum vom Haus. Mal wieder. Aber das kennen wir ja schon. Und so langsam schlich sich das Gefühl ein: Vielleicht können wir uns einfach kein Haus leisten. Jetzt. im Moment. es gäbe ja tolle Dinger, aber wir sind eben nicht bereit 1500€ Miete zu zahlen und bauen/kaufen ist auch überhaupt keine Option.
Also überwand ich mich gestern und rief die Nummer an, die mir eine Bekannte gegeben hatte. Die Nummer gehörte zu einer jungen Frau, die drei Häuser weiter wohnt und aus der Wohnung nun ausziehen wird. Obwohl es die gleiche vielbefahrene Strasse ist, es kein Haus zu vermieten gibt, war ich neugierig. Altbau, 120qm, Gartenmitbenutzung, 6 Zimmer und das Ganze für unter 1000€ warm, lockten mich einfach. Also vereinbarte ich eine Besichtigungstermin für heute nachmittag und ging dort auch erstmal allein hin, also mit den Kindern, aber ohne Mann. 😉
Leider, leider ist die Wohnung ziemlich toll. Und zudem auch noch günstiger als unsere jetzige. Aber eben auch genauso laut. (Ich glaube ja, dass es dort schon leiser ist, aber mein Mann sieht das anders.) Jedenfalls war die Wohnung so toll, dass ich meinen Mann heute Abend direkt rüberschickte zum Gucken. Und weil der nun aber im Kino ist und ich mich mitteilen muss, schreibe ich diesen Post.

Und diese Liste:
Pro
~ gleiche Lage, gleiche Vorteile (kurzer Weg zur Arbeit, zum Kindergarten, gemeinsames Mittagessen, stadtnah)
~ gleiches soziales Umfeld (!!!)
~ mehr Zimmer
~ weniger Miete
~ Garten
~ Vermieter ≠ Chef (!!!!!!!!!!!)
~ weniger ungenutzte Quadratmeter
~ getrennte Kinderzimmer + Arbeitszimmer + Esszimmer (Zimmeranzahl verdoppelt sich!)

Contra
~ Umzug und die damit verbundenen Kosten
~ gleiche laute Strasse
~ eventuell Küchenübernahme
~ kein Gäste-WC, kein Balkon
~ …
Eigentlich eindeutig, aber leider nur eigentlich. Ich weiß nicht, ob wir einen Umzug finanziell stemmen können, inkl. der anfallenden Kosten für die Küche, die wir übernehmen müssten und auch so Sachen wie die horrende Nebenkosten-Nachzahlung, die uns auf jeden Fall erwartet wegen des langen Winters. Entscheiden müssten wir uns bis Ende der Woche. Und dann wissen wir noch immer nicht, ob es klappt, da eigentlich schon eine Maklerin eingeschaltet ist, die wir aber wegen der oben erwähnten Bekannten ja komplett umschippert haben. Besagte Maklerin kennen wir aber und da ließe sich dann möglicherweise tatsächlich etwas drehen.

Und zu allem Übel habe ich auch eigentlich nicht so wirklich viel Lust schon wieder umzuziehen. Man kommt sich ja vor, wie ein Nomadenvölkchen. Alle 2,5 – 3 Jahre umziehen… Andererseits haben wir auch echt schon eine Menge mitgemacht und heute wurde uns schon die nächste Baustelle offenbart und das nervt mich eigentlich am allermeisten. Also vielleicht?…

Erstmal drüber schlafen und dann schauen wir mal morgen früh. Aber ich werde wohl nicht besonders gut schlafen. Insgeheim richte ich nämlich schon ein. Mal schauen, ob es meinem Mann genauso geht. 😉

EDIT: So, die halbe Nacht in Gedanken Möbel gerückt und heute morgen das OK vom Mann bekommen. Wir werden also versuchen, unsere Traumwohnung zu bekommen. Ein paar gedrückte Daumen können sicher nicht schaden. 😀 Hui, bin ich aufgeregt!!!