Ja, und nu?

Am Samstag schauten wir uns ein kleines Reihenhaus an. 125 Quadratmeter, vier Zimmer, 250qm Garten. Lage suboptimal, Zustand unterirdisch, Miete im Verhältnis viel zu hoch. Aus der Traum vom Haus. Mal wieder. Aber das kennen wir ja schon. Und so langsam schlich sich das Gefühl ein: Vielleicht können wir uns einfach kein Haus leisten. Jetzt. im Moment. es gäbe ja tolle Dinger, aber wir sind eben nicht bereit 1500€ Miete zu zahlen und bauen/kaufen ist auch überhaupt keine Option.
Also überwand ich mich gestern und rief die Nummer an, die mir eine Bekannte gegeben hatte. Die Nummer gehörte zu einer jungen Frau, die drei Häuser weiter wohnt und aus der Wohnung nun ausziehen wird. Obwohl es die gleiche vielbefahrene Strasse ist, es kein Haus zu vermieten gibt, war ich neugierig. Altbau, 120qm, Gartenmitbenutzung, 6 Zimmer und das Ganze für unter 1000€ warm, lockten mich einfach. Also vereinbarte ich eine Besichtigungstermin für heute nachmittag und ging dort auch erstmal allein hin, also mit den Kindern, aber ohne Mann. 😉
Leider, leider ist die Wohnung ziemlich toll. Und zudem auch noch günstiger als unsere jetzige. Aber eben auch genauso laut. (Ich glaube ja, dass es dort schon leiser ist, aber mein Mann sieht das anders.) Jedenfalls war die Wohnung so toll, dass ich meinen Mann heute Abend direkt rüberschickte zum Gucken. Und weil der nun aber im Kino ist und ich mich mitteilen muss, schreibe ich diesen Post.

Und diese Liste:
Pro
~ gleiche Lage, gleiche Vorteile (kurzer Weg zur Arbeit, zum Kindergarten, gemeinsames Mittagessen, stadtnah)
~ gleiches soziales Umfeld (!!!)
~ mehr Zimmer
~ weniger Miete
~ Garten
~ Vermieter ≠ Chef (!!!!!!!!!!!)
~ weniger ungenutzte Quadratmeter
~ getrennte Kinderzimmer + Arbeitszimmer + Esszimmer (Zimmeranzahl verdoppelt sich!)

Contra
~ Umzug und die damit verbundenen Kosten
~ gleiche laute Strasse
~ eventuell Küchenübernahme
~ kein Gäste-WC, kein Balkon
~ …
Eigentlich eindeutig, aber leider nur eigentlich. Ich weiß nicht, ob wir einen Umzug finanziell stemmen können, inkl. der anfallenden Kosten für die Küche, die wir übernehmen müssten und auch so Sachen wie die horrende Nebenkosten-Nachzahlung, die uns auf jeden Fall erwartet wegen des langen Winters. Entscheiden müssten wir uns bis Ende der Woche. Und dann wissen wir noch immer nicht, ob es klappt, da eigentlich schon eine Maklerin eingeschaltet ist, die wir aber wegen der oben erwähnten Bekannten ja komplett umschippert haben. Besagte Maklerin kennen wir aber und da ließe sich dann möglicherweise tatsächlich etwas drehen.

Und zu allem Übel habe ich auch eigentlich nicht so wirklich viel Lust schon wieder umzuziehen. Man kommt sich ja vor, wie ein Nomadenvölkchen. Alle 2,5 – 3 Jahre umziehen… Andererseits haben wir auch echt schon eine Menge mitgemacht und heute wurde uns schon die nächste Baustelle offenbart und das nervt mich eigentlich am allermeisten. Also vielleicht?…

Erstmal drüber schlafen und dann schauen wir mal morgen früh. Aber ich werde wohl nicht besonders gut schlafen. Insgeheim richte ich nämlich schon ein. Mal schauen, ob es meinem Mann genauso geht. 😉

EDIT: So, die halbe Nacht in Gedanken Möbel gerückt und heute morgen das OK vom Mann bekommen. Wir werden also versuchen, unsere Traumwohnung zu bekommen. Ein paar gedrückte Daumen können sicher nicht schaden. 😀 Hui, bin ich aufgeregt!!!

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Das…

was sie da gerade gehört haben, war der Riesenstein, der von meinem Herzen gerutscht ist. Zumindest in einem Punkt ist Besserung in Sicht.

Reich?

Gestern als ich mit meinem Neffen Geld holen war, erhaschte er einen Blick auf unseren Kontostand und es entfuhr ihm ein begeistertes: “Boah ihr seid ja reich!” Ich sagte dann, dass wir von dem Geld ja auch noch Miete bezahlen müssten, worauf er meinte, wir würde jawohl keine 1000€ Miete zahlen müssen. Ich habe ihm dann erklärt, dass es aber auch über 900€ seien. Nach kurzem Überlegen stellte er dann fest: “Trotzdem seid ihr reich!”
Jetzt frage ich mich, ob das nicht vielleicht stimmt und woran das liegt, dass wir mit der Kohle, die uns so zur Verfügung steht nie auskommen. Im Moment leben wir wirklich verhältnismäßig sparsam, auch wenn ich weiß, dass es die eine oder andere Sache gibt, an der wir sparen könnten, aber dann hätten wir auch irgendwie überhaupt keinen Spaß mehr.

Wooooow

Wenn wir jeden Monat Philips Kindergeld auf ein Sparbuch bei der Sparkasse KölnBonn brächten, dann wären das nach 17 Jahren, also zu seiner Volljährigkeit, fast 45.000,-€.