Harry Potter und das Häufchen Elend.

Gestern ging für Philip ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Er durfte mit dem Papa den ersten Teil von Harry Potter schauen. Der ist ja ab sechs und wegen der fehlenden drei Wochen zeigten wir uns gestern mal von unserer flexiblen Seite. Ich kenne d en Film ja nicht und konnte so ohnehin nicht mitentscheiden. Nach dem Film wurde Pete dann mit gefüllten 25000 Fragen gelöchert. “Waren das wirklich Onkel und Tante?…Warum war der zu Staub zerfallen?…Warum ist der Hagrid so dick?…etc.” Ansonsten hatte er es aber eigentlich gut vertragen, machte zumindest den Anschein.
Als es dann ins Bett ging, zeigte sich, dass der Film doch nicht o spurlos an ihm vorüberging. Er quälte sich schon sehr mit dem Einschlafen. So viele Fragen schwirrten durch seinen Kopf. (Womit dann auch geklärt wäre, ob der Film tatsächlich für 6jährige geeignet ist.) Also legte Pete sich zu ihm und hatte dann die nicht ganz so glückliche Idee, das Hörbuch von Harry Potter anzuschmeissen. Dazu muss man allerdings wissen, dass es hier eine eiserne Regel gibt: Neue CD’s werden nicht zum Einschlafen gehört! Das Problem ist nämlich, dass Philip die dann immer bis zum Schluss anhört und eben nicht dabei einschläft. Nun ist das bei 40 Minuten Kinder-CD jetzt nicht so schlimm, aber er hat dann eben gestern versucht, Harry Potter bis zum Schluss vorgelesen zu bekommen, während Pete neben ihm selig schlief, weil der das Hörbuch ja zum X. Male hörte. Um 23Uhr wachte Pete auf und brach das Ganze ab, was dann darin endete, dass das geflashte, übermüdete Kind heulte wie ein Schlosshund und sich total ungerecht behandelt fühlte und – natürlich – die Geschichte noch bis zum Schluss hören wollte. Oh man.
Fazit: Es gibt auch noch andere Zauberer, die sich vielleicht besser als Geschichte für einen sechs Jahre alten sensiblen Knopf eignen. Zum Glück steht sein Geburtstag bevor.

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Diese Montage…

Die könnten sich ruhig mal wieder ein bißchen mehr anstrengen!

Zwangspause

Nachdem wir gestern fleißig geräumt haben, machen wir heute nun quasi Zwangspause, denn die Kartons sind uns ausgegangen. Nachschub kommt hoffentlich heute nachmittag. Eigentlich sollten die schon am Freitag gebracht werden, aber es bestätigt sich leider mal wieder mein Verdacht, dass Umzugsunternehmen den Service rapide kürzen, sobald sie den Auftrag haben. Schade, aber nicht zu ändern.

Über das Ziel hinaus geschossen…

ist der Kunde, der sich seine Bestellung c/o Greenpeace schicken lässt, um dann den Zettel für die Rücksendung auf Öko-Papier zu kopieren (eine DIN-A4-Seite Papiermüll, denn den von uns gedruckten Zettel schickte er nicht zurück) und dem ganzen dann noch eine Greenpeace-Postkarte mit besten Wünschen beilegt, die bei uns ebenfalls in den Müll wandert. Wir haben keinen Ordner für Freundliche Grüße und auf dem kopierten Rücksendeschein war die komplette Rückseite frei. Die hätte er ebenso nutzen können, um uns die Vorzüge von Recycling-Papier aufzuzählen.

Die Idee, war gut, aber irgendwie haperte es hier doch an der Umsetzung. Schade. 3+

Perfekte Schluddrigkeit.

Wenn ich online einkaufe, dann tue ich das aus verschiedenen Gründen.

1. Bequemlichkeit
Ich finde es absolut komfortabel, hier an meinem Platz zu sitzen, in Shops nach passenden Dingen zu suchen und mir diese dann einfach nach Hause liefern zu lassen. Hier kann ich die Dinge in Ruhe beobachten, unter normalen Umständen anprobieren und auch mal direkt Sachen aus meinem Kleiderschrank kombinieren. Wenn etwas nicht passt oder nicht meinen Vorstellungen entspricht, packe ich es wieder ein und schicke es zurück.

2. Wunsch nach “Außergewöhnlichem”
Wir wohnen hier ja wirklich sehr auf dem Land und das nach vielen wunderschönen Jahren in Köln. In der Großstadt gibt es eigentlich für jeden Bedarf eine Lösung. Es gibt gute Supermärkte in denen man eine große Auswahl an Olivenöl, Balsamico, Pasta und indischen Würzmischungen hat. Sucht man wirklich einmal etwas noch ausgefalleneres oder spezielleres, findet man es ohne langes Suchen. Hier auf dem Land gibt es viele Dinge einfach gar nicht oder eben nur mittelmäßig bis schlecht. Nehmen wir zum Beispiel das Olivenöl. In unserem Dorfsupermarkt gibt es genau zwei Sorten Olivenöl. Und beide sind von Bertolli. Das ist sicher für Leute, die keinen hohen Anspruch an das Öl haben okay, aber wer einmal gutes Olivenöl probiert hat, kauft das nicht mehr. Also bestelle ich in regelmäßigen Abständen Lebensmittel hier und – bitte entschuldigt die Werbung – bin absolut begeistert. Hier kann man immer mal wieder ein Schnäppchen machen und die Sachen werden in der Regel bereits am nächsten Tag geliefert. Perfekt!

3. Preisvergleich
Ich spare gern. Vor allem spare ich dann gern, wenn es an Alternativen mangelt. Ich besuche gern kleine Einzelhändler der Region, kaufe dort was ich brauche und unterstütze so den Handel. Ich gehe auch gern in kleine, muffige Buchläden und kaufe dort Bücher. Gibt es diese Geschäfte nicht, greife ich auf das Internet zurück und dann werde ich geizig. Ich schaue mich um, vergleiche und schlage beim günstigsten Anbieter zu, allerdings auch nur, wenn dieser mein vertrauen gewinnen kann. Schlecht programmierte oder schlicht häßliche Online-Shops haben bei mir keine Chance und fliegen sofort raus, auch wenn sie die günstigsten sind.

Nun gibt es ja seit einiger Zeit einen Online-Shop von H&M und ich gehöre zu den Bestellern der ersten Stunde. Ich wühle mich hier gern durch die Angebote und bin eigentlich immer auf der sicheren Seite, denn wenn man schon so lange H&M-Kleidung kauft, dann kann man von einem Foto aus schon sehr gut erkennen, welche Qualität man bekommt. Wenn ich dort online bestelle, traue ich mich auch mal was, weil ich weiß, dass mich keiner sieht beim Anprobieren und ich eben zu Hause direkt den Wohlfühl-Faktor checken kann.

Allerdings finde ich, dass hier dringend noch an einigen Punkten gearbeitet werden sollte. Gibt man dort eine Bestellung auf, dann kann man zwar ganz wunderbar noch einige Tage seine Bestellung bearbeiten, Artikel löschen oder hinzufügen, aber hieran lässt sich gleichermaßen erkennen, dass sich hier für mein Empfinden viel zu viel Zeit mit dem Versand gelassen wird.
Für mich als Kundin ist es im weiteren Verlauf quasi unmöglich, herauszufinden, welchen Status meine Bestellung hat und – was eigentlich das schlimmste ist – ich habe keine Ahnung, wann geliefert wird.

Es gibt genau drei Stadien die die Bestellung durchläuft:
1. Auftragsannahme – Die Bestellung bleibt geöffnet wie ein Warenkorb und kann nachträglich geändert werden.
2. Best. in Arbeit – Irgendetwas passiert. Man weiß nur nicht was. Vermutlich werden die Artikel verpackt und dem Versandpartner übergeben.
3. Lieferung – Die Bestellung wurde ausgeliefert, die Rechnung geschrieben. Das Problem: Ich habe noch nichts erhalten.

Nachdem der Bestellung der Status “Lieferung” zugeteilt wurde, vergeht manchmal noch eine ganze Woche, bevor etwas geliefert wird und obwohl die Pakete via Hermes und nicht per Postkutsche ausgeliefert werden, gibt es keine Sendungsauskunft. Sollte der Götterbote also Schwierigkeiten bei der Zustellung oder es bei Nachbarn abgegeben haben, wird man dies so schnell nicht erfahren. Es heißt also: Abwarten.

Ich muss sagen, dass ich über diesen Umstand wirklich enttäuscht bin. Ich habe immer gedacht, wenn ein Unternehmen wie H&M anfängt im Onlinehandel mitzumischen, dann tun die das nur in Perfektion. Nachvollziehbar und für jedermann verständlich.

Tun sie aber nicht. Warum sollten Sie auch? 1. Kaufen die Leute ja trotzdem und 2. sind ja auch die H&M-Läden nicht wirklich ein Ort an dem man sich als Kunde wohl fühlt. Das ist dann ja wenigstens konsequent.

Oh NEIN!

Ich fühle mich furchtbar! Letzte Woche bekam ich aus dem Kindergarten eine Einladung zur Weihnachtsfeier mit Eltern. Ich habe Sie beim Aufräumen aus den Augen verloren und wusste so nicht mehr den genauen Termin. Heute wollte ich mal im Kindergarten anrufen und fragen, wann das genau ist, aber ich kam nicht dazu. Und natürlich kam Philip gerade ganz geknickt heim, brachte mir ein gebasteltes Geschenk mit und schimpfte mich aus. Natürlich war diese Feier heute und ich hab es versaut! Ich gehe sonst immer zu allem dort hin und im letzten Jahr habe ich ja ein Mädchen ganz schlimm bedauert, deren Mutter es eben nicht dorthin schaffte und nun bin so blöd und verschwitze das. Es gab natürlich ordentlich Tränen, auch von mir und ich ärgere mich einfach ganz fürchterlich.

Auch wenn deswegen jetzt sicher nicht die Welt untergeht, aber ich ärgere mich ganz fürchterlich über mich selbst und frage mich, ob und wie ich das wieder gutmachen kann.

Da sind wir wieder!

Bereits vorgestern Abend sind wir aus unserem Urlaub etwas verfrüht zurück gekommen. Es war ein anstrengender und am Ende unnötig ärgerlicher Urlaub. Ich bin verwirrt, wegen der Dinge die geschehen sind und weiß nicht so richtig damit umzugehen.
Ansonsten versuchen wir ein bißchen das letzte Wochenende unseres Urlaubs zu genießen und uns nicht weiter zu ärgern. Aber es fällt uns schwer.

Wer schön sein will,…

muss frieren?

Nachdem ich mir zu meinem Kaffee endlich mal den seit Tagen auf die Seite gelegten Katalog ansehen konnte, frage ich mich mal wieder, warum man im Herbst/Winter offensichtlich nur dann gut angezogen sein kann, wenn man sich im Gegenzug den Hintern oder andere, ähnlich geformte Körperteile abfriert.
Ich hab’s gern warm. Und kuschelig. Und ich halte es für total widersinnig, dass es Pullover gibt, deren Ausschnitt mindestens bis zum Bauchnabel geht. Vorausgesetzt der Pullover schafft es in seiner Gesamtlänge überhaupt bis dort.
Unabhängig davon, dass ich ja ohnehin keine Röcke tragen kann und sicherlich auch keine rückenfreien Rollkragenshirts, frage ich mich: Wer trägt sowas? Und warum? Sind Männer wirklich eingeschnappt, wenn man sich ordentlich warm einpackt und keine blauen Hüften hat? Ist das was da knistert, wenn man eine straffe, jugendliche Halbnackte im Winter anpackt, vielleicht ihr Eispanzer?

Und sind der Herbst und der Winter nicht diese Jahreszeiten in denen man endlich den Bauch nicht mehr einziehen muss und abends auch mal zwei Stückchen Schokolade essen kann?

Ich bleibe dabei: Jeans, Longsleeve und darüber eine kuschelige Jacke. Alles andere ist was für’s Bett.