Spannend.

Heute Abend und morgen habe ich mein erstes Waldorfseminar. An der Schule ist es üblich und verpflichtend, dass man an mindestens drei Seminaren teilnimmt. Über das Schuljahr verteilt gibt es vier verschiedene Seminare zum Thema Waldorfpädagogik, die einen Einblick geben sollen, was genau das Konzept ist, welche Gedanken und Ansätze dahinter stecken und wie man gemeinsam die Schulzeit bestreiten kann. Ich habe etwas gemischte Gefühle, da ich ziemlich sicher bin, dass dort viel gesungen wird, es eine möglicherweise beklemmende Vorstellungsrunde gibt und es sicher auch einen Abschnitt Eurythmie geben wird. Ich finde das zwar alles ganz großartig und würde (nie hätte ich gedacht, dass ich das mal sage) diese Schule sofort besuchen. Wenn ich ein Kind wäre. Nun bin ich aber erwachsen und eigentlich nicht gerade zimperlich oder schüchtern, aber es gibt so Situationen, in denen fühle ich mich einfach fehl am Platz. Ich hoffe sehr, dass dort einige bekannte Gesichter sein werden und es einfach nicht zu krampfig wird.

Los geht es heute Abend um 20 Uhr und bei meinem derzeitigen Grad an Müdigkeit ist außerdem noch spannend, ob ich es schaffe, dem 1,5-stündigen Vortrag zur Einstimmung zu folgen, ohne einzuschlafen.😀

3 thoughts on “Spannend.

  1. Ich habe heute das erste Mal in meinem Leben eine Waldorfschule betreten. Ganz wertfrei. Ich fühlte mich unwohl und nicht willkommen und konnte es kaum erwarten diesen Ort zu verlassen. Morgen muss ich dort irgendwie 2 Stunden überstehen…

    • Ehrlich gesagt, hatte ich auch schon zwei, drei Situationen in denen ich mich ganz, ganz unwohl gefühlt habe. Bei dem Gedanken an die starke Schulgemeinschaft und den engen Kontakt zwischen Eltern und Lehrern, waren wir eigentlich immer davon ausgegangen, das Neuankömmlinge mit offenen Armen empfangen werden. Statt dessen scheint es doch eher so zu sein, dass man sich eben einbringt, locker auf Leute zugeht und sich eben selbst zu einem Teil des Ganzen macht. Das ist aber nicht unsere Art. Ich brauche Menschen, die mich willkommen heißen, mich vorstellen und mir zeigen, was ich tun kann, um meinen Beitrag zu leisten. geschieht dies nicht, mache ich auch nichts. Oder zumindest weniger als einige andere. Ich kann damit gut leben, weil es mir nicht auffällt – es fehlt ja nichts – aber einfacher wird es dadurch auch nicht. Für uns steht ganz klar an erster Stelle, dass unser Sohn sich wohl fühlt. Und das ist gegeben.

      Aber warum musst Du denn dort 2 Stunden aushalten?

      • Ich habe bei einem Markt geholfen und hatte zwei Stunden Standdienst. Aber es war dann doch o.k., vielleicht auch weil viele mir bekannte Gesichter dort rumliefen.

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