So langsam…

könnte sich Johannes mal ein anständiges Schlafverhalten angewöhnen. Mit phasenweise schlechtem Schlaf könnte ich leben, aber jede Nacht ist anders, nichts vorhersehbar, eine große Lotterie. Gäbe es mal ein, zwei Wochen guten Schlaf für alle, ich wäre so glücklich und zufrieden. Im Moment ist hier aber allnächtliches Chaos angesagt. Brüllstunden inklusive. Heute NAcht war ich soweit, dass ich das Schlafzimmer verlassen musste, um nicht komplett auszuflippen. Mit zitternden Lippen stand ich in der Küche und schickte mich selbst eine Etage tiefer in den klipperkalten Eingangsbereich zum Wasserholen. Das hat mich zumindest etwas herunter gekühlt. Aber man kann hier zwischen den Zeilen deutlich lesen: Ich kann nicht mehr. Und ich will auch nicht mehr. Nun kann man sagen: Das Kind ist verwirrt, die Eingewöhnung macht ihm zu schaffen, er zahnt, whatever. Verstehe ich auch alles, aber irgendwann muss doch auch mal gut sein. Es kann doch nicht immer irgendetwas sein? Tagsüber ist er unausstehlich, genau wie ich, weil wir beide einfach müde sind. Er schläft dann eben mittags mal zwei Stunden, aber ich kann das nicht. Wahrscheinlich ist die einzig wirksame Konsequenz abends mit den Kindern zusammen ins Bett zu gehen.
Und in einem Monat spätestens dann wieder täglich ins Büro. Wie auch immer das hinhauen soll.

Außerdem trudelte gerade eine Absage rein, nicht für den Traumjob zwar, trotzdem doof.

So, weiter geht’s.

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4 Responses to So langsam…

  1. tekelek says:

    Ging bei uns auch wochenlang so, das ist der böse 55.Woche-Schub …
    Hier fing es kurz nach dem ersten Geburtstag an und zog sich bis vor ein paar Tagen.
    Halt durch, auch wenn Du meinst es geht nicht mehr, bald ist es wieder vorbei und dann wird er bestimmt auch besser schlafen.
    Ich fühle auf jeden Fall mit Dir, das ist wirklich ätzend …

    • h1ddenl1dar says:

      Ich glaube an keine Phasen oder Schübe mehr. Das würde ja bedeuten, dass es auch mal Phasen gibt, in denen es besser läuft, er besser schläft. Und so eine Phase sollte doch länger andauern als hier und da mal eine Nacht. Von Samstag auf Sonntag schlief er zum Beispiel mal fast 6 Stunden am Stück. Dann war das auch schon wieder vorbei. Und ich brauche eben etwas mehr als mal eine Nacht hier und da, um wieder zu klarem Kopf zu kommen.
      Es ist ja leider wirklich so, dass es noch nie mal ein, zwei, drei Wochen am Stück gut war und dann einfach wieder schlecht wurde. Es ist immer zum Davonlaufen und oft eben noch schlimmer. Ich bin ja schon dankbar, wenn ich mal vier Stunden am Stück bekomme.
      Meine Güte, wer hätte gedacht, dass ich mal so vom Thema Schlaf beherrscht sein würde. Das nervt mich an der ganzen Sache nämlich auch so enorm. Den ganzen Tag grübele ich, ob er genug isst, nicht zu viel schläft tagsüber etc. Oh man!

      (Wahrscheinlich alles nur zum Schutz, falls ich doch mal auf die Idee kommen sollte, ein drittes Kind zu wollen. ;) )

  2. stadtfrau says:

    wie gut ich das kenne… und immer sagt man sich “ach, es wird schon besser werden, ist halt eine phase” – aber es wird und wird nicht! ;)
    als wir so weit waren, dass tatsächlich einer mit ihr schlafen gehen musste, damit wenigstens der andere was vom abend hat, war meine/unsere schmerzgrenze erreicht und ich war bereit, etwas radikal zu ändern und bin das nächtliche abstillen angegangen.

    überraschenderweise waren es gerade mal zwei wirklich harte nächte, nacht 3 und 4 waren nur noch “feinabstimmung” und seitdem hat sich die schlafsituation hier ungemein verbessert!
    ich hätte nicht gedacht, dass es wirklich so viel unterschied macht, aber minimum ist anscheinend tatsächlich nur halbstündlich aufgewacht, um an der brust zu trinken.

    die zweite sache, die wir verändert haben, ist, dass wir sie nicht mehr in ihr bett umlegen – sie schläft in unserem bett ein und sie bleibt auch dort. wacht sie auf, kuschelt sich schnell einer von uns zu ihr und sie schläft auch schon wieder.

    • h1ddenl1dar says:

      Das Einschlafen an sich ist hier eher unproblematisch und die Abende sind auch eher störungsfrei. Problematisch wird es, wenn wir ins Bett gehen. Ab da herrscht dann irgendwie Unruhe. Letzte Nacht habe ich es auch dabei belassen und ihn in unserem Bett schlafen lassen. Es ist 2m breit und gefühlt lagen wir Erwachsenen am Rand auf je 50cm, der Rest gehörte dem Kind. Er ist eben sehr unruhig, kugelte im Bett umher und – was mich dann schnell mal in den Wahnsinn treibt – fummelt ständig in meinem Gesicht umher oder zieht mich an den Haaren. Dabei zu schlafen ist irgendwie schwer.
      Ich fürchte, es ist wirklich die Umstellung, die ihm zu schaffen macht. Ist ja auch alles viel. Die Aufregung am Vormittag in der Krabbelstube und dann nachmittags immer Programm und eine Mutter, die sich eben auch mal um den großen Bruder kümmern muss.

      Aber es wird, es muss einfach werden.

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