
Johannes, 10 Monate alt. Es ist unfassbar. Länger auf der Welt als im Bauch und nun fast schon ein Krippenkind. Den ganzen Tag nur Stehen, Stehen, Stehen. Treppe hoch klettern wie ein Weltmeister. Das Heruntersteigen ist ausbaufähig. Kopfsprünge aus dem Bett: drei. Lieblingsessen: Banane in Rekordzeit. Überhaupt ist Essen eine ziemlich feine Beschäftigung. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass wir uns so langsam aber sicher vom Stillen verabschieden. Von acht Mal am Tag sind wir auf die Hälfte runter. Das Meiste davon spielt sich nachts ab. Lieblingsspiel: Bitte schön – Danke schön. Erstaunlich hohe Ausdauer bei dieser Tätigkeit. Liebster Aufenthaltsort: An Mama, auf Mama, um Mama herum, am liebsten mit dauerhaftem Körperkontakt. Kurzzeitiges Entfernen wird mit lautem Gebrüll quittiert.
Alles ist so spannend, so aufregend. Das Badezimmer, der Flur, das Dachgeschoß, der Bruder, diese ganzen freundlichen Menschen. Was macht Mama? Was ist in diesen ganzen Schränken? Warum darf man manche Schränke leer räumen und bei den spannenden bleiben die Türen verschlossen?
Es ist schön, Johannes dabei zu zu sehen, wie er täglich die Welt entdeckt. Er tut dies mit einer ihm ganz eigenen Ruhe, nur ab und an kommentiert er sein Spiel.
Man kann manchmal schon ganze Unterhaltungen mit ihm führen. “Da” kann dann so ziemlich alles heißen. Und “Grurururu” scheint ein Ausruf der Verwunderung zu sein.
Wahnsinn, was in den letzten Monaten aus dem Bündel Mensch geworden ist!
oh ja, die schränke… hihi. “nein, dieser schrank nicht!” oder “nein, hier darst du nicht rein…” *brüüüülllll*