wäre Johannes nicht schonwiederimmernoch total erkältet, hätte er letzte Nacht durchgeschlafen, aber so, naja.
wäre Johannes nicht schonwiederimmernoch total erkältet, hätte er letzte Nacht durchgeschlafen, aber so, naja.
an dem kleinen Kind das “Am Bein klammern und wimmern”-Programm abschalten? Ich finde den Knopf jedenfalls nicht.
Immerhin: Die oberen Schneidezähne sind endlich ENDLICH! draußen.
und schon hetzen wir wieder durch den Alltag.
Nächste Woche geht es los mit der Eingewöhnung und das heißt ja auch irgendwie nur, dass ich mit einem Bein schon wieder zurück im Job bin. Vorher werde ich hoffentlich ein wenig dazu kommen, die freien Vormittage zu nutzen. Ich weiß auch schon, was ich in dieser Zeit machen könnte und vielleicht, vielleicht ist dann am Ende doch wieder alles ganz anders als es jetzt aussieht. Es bleibt abzuwarten.
Man sagt ja auch, die Wohnung wäre ein Spiegel der Seele. Hier ist es sehr chaotisch zur Zeit und es stimmt, auch in mir herrscht großes Durcheinander. Die viele Veränderungen, die in den nächsten Wochen auf uns zukommen, stressen mich ganz schön. Ich möchte Johannes eigentlich wirklich nicht so früh in eine Betreuung geben, aber es führt kein Weg daran vorbei. Schön wäre nur, ich hätte bei allem Müssen doch auch ein wenig Spaß. Ob das bei meinem alten Arbeitgeber möglich ist, bleibt fraglich. Meinen Optimismus, der mich 2012 komplett ausgefüllt hatte und auch die gute Stimmung, die Zuversicht, sind in den letzten Wochen zunichte gemacht worden. Manchmal glaube ich nicht mehr an ein gutes Ende. Aber jeder ist seines Glückes Schmied und ich werde schon einen Weg finden, mit dem ich, mit dem wir alle, leben können. Und wenn ich dabei hin und wieder ein paar gedrückte Däumchen brauche, werde ich frühzeitig darum bitten.
Johannes hat seinen ersten richtigen Männerschnupfen. Entsprechend haben wir nun die zweite Nacht in Folge sehr viel Zeit miteinander verbracht. Jetzt ist es ja nicht so, dass ich Unterbrechungen im 1-2 Stundentakt nicht kenne, aber eigentlich waren wir davon jetzt schon eine ganze Weile weg. Fakt ist nun: die Nase läuft, er bekommt keine Luft und ich darf nicht an die Nase. Weder um mit einem Tuch wenigstens ein bißchen was abzutragen, noch um ihm ein paar Nasentröpfchen einzuträufeln. Der ganze Rotz wird lieber großflächig in seinem und unserem Bett verteilt und gestern unter der Dusche entdeckte ich dann einen ganz beachtlichen Schnodderpanzer auf meiner Brust vom nächtlichen Stillen. Ich muss gestehen, die ganzen Körperlichkeiten hatte ich irgendwie verdrängt. Dabei hatte Philip ja oft einen Schnupfen und hat den auch immer großzügig ver- und geteilt.
Und nicht nur der Rotz hält mich dann vom Schlafen ab. Das Baby sucht, wenn es in unserem Bett liegt auch noch ständig nach direktem Körperkontakt. Da wird im Gesicht rumgefummelt, an den Haaren gezogen, der Finger in die Nase gebohrt oder sich einfach komplett auf meinen Kopf gelegt. Schlafen? Fehlanzeige.
Nun denn, wir werden auch diese Zeit durchstehen und dann geht es ja auch schon in die Betreuung wo sich sicher einige der anderen 198 Erkältungsviren tummeln, die wir bei diesem Mal ausgelassen haben.

Johannes, 10 Monate alt. Es ist unfassbar. Länger auf der Welt als im Bauch und nun fast schon ein Krippenkind. Den ganzen Tag nur Stehen, Stehen, Stehen. Treppe hoch klettern wie ein Weltmeister. Das Heruntersteigen ist ausbaufähig. Kopfsprünge aus dem Bett: drei. Lieblingsessen: Banane in Rekordzeit. Überhaupt ist Essen eine ziemlich feine Beschäftigung. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass wir uns so langsam aber sicher vom Stillen verabschieden. Von acht Mal am Tag sind wir auf die Hälfte runter. Das Meiste davon spielt sich nachts ab. Lieblingsspiel: Bitte schön – Danke schön. Erstaunlich hohe Ausdauer bei dieser Tätigkeit. Liebster Aufenthaltsort: An Mama, auf Mama, um Mama herum, am liebsten mit dauerhaftem Körperkontakt. Kurzzeitiges Entfernen wird mit lautem Gebrüll quittiert.
Alles ist so spannend, so aufregend. Das Badezimmer, der Flur, das Dachgeschoß, der Bruder, diese ganzen freundlichen Menschen. Was macht Mama? Was ist in diesen ganzen Schränken? Warum darf man manche Schränke leer räumen und bei den spannenden bleiben die Türen verschlossen?
Es ist schön, Johannes dabei zu zu sehen, wie er täglich die Welt entdeckt. Er tut dies mit einer ihm ganz eigenen Ruhe, nur ab und an kommentiert er sein Spiel.
Man kann manchmal schon ganze Unterhaltungen mit ihm führen. “Da” kann dann so ziemlich alles heißen. Und “Grurururu” scheint ein Ausruf der Verwunderung zu sein.
Wahnsinn, was in den letzten Monaten aus dem Bündel Mensch geworden ist!
Nachdem die Sonne den Nebel verjagt hatte und wir endlich zu Mittag gegessen hatten, haben wir uns schön dick eingemümmelt und sind zu einem Spaziergang aufgebrochen. Johannes saß im Wagen und Philip nahm den Roller mit. Den ersten Kilometer bestritten wir auch noch als glückliche Familie, lachten, Peter beantwortete geduldig alle Fragen zum Thema Harry Potter, die Philip stellte.
Doch dann muss irgendwas passiert sein, denn plötzlich meckerte Johannes im Wagen rum. Philip schloss sich an und beschwerte sich über die katastrophalen Zustände der von uns gewählten Wege, darüber, dass wir nicht andauernd stehen bleiben wollten, dass er nur 379 Mal mit der Seilbahn über den Spielplatz rauschen durfte, “zu kalt, zu warm, ich hab Hunger…” Mittlerweile war auch meine Laune im Keller, weil ich das wirklich nicht ausstehen kann, wenn man andauernd anhalten muss. Ich will spazieren gehen und nicht spazieren stehen! Peters Laune hielt sich wacker, bis zu dem Moment, in dem ihm der Roller, der natürlich nun getragen werden musste, auf die Füße fiel, weil der Trageriemen abriß.
So kamen wir hier an, alle leicht entnervt und durchgefroren. Und dann merkten wir, dass die Hausaufgaben noch nicht erledigt waren.
Wir müssen unbedingt den Weg zurück in den Alltag finden.
zumindest für io.

Für mich sind das alles eher Sitzschuhe. Nur die oben links, die habe ich schon öfter getragen. Sieht man ja auch.
Nach dem exemplarischen Vormittag mit Baby und der Gewissheit, dass ich endlich mal etwas im Haushalt tun muss, weiß ich wieder, warum das in Verbindung echt ein Problem ist.
1. Spülmaschine aus- und einräumen
Normalerweise ein Klacks, eine der leichtesten Übungen im Haushalt, macht man mal eben schnell. Mit Baby kommt zu den bekannten Handgriffen dann noch der, der das Baby aus der Spülmaschine holt. Es versteht zwar das Nein, aber der Innenraum der Spülmaschine verspricht so viel, dass es spätestens nach dem dritten Aufsagen wirkungslos ist. Also, das Nein. Das Baby setzt indes seine Klettertour fort und vor meinem inneren Auge sehe ich schon die Tür abbrechen oder die komplette Küchenzeile umkippen. Unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie. Dauer: 20min
2. Mal eben die 30qm große Küche staubsaugen
Den ersten Fehler begeht man ja schon mal damit, dass man die Küche verlässt. Während man also die nur wenige Schritte entfernte Kammer aufsucht, um sich den Staubsauger zu holen, folgt einem das brüllende Kind. “Wie kannst Du mich nur mit der Spülmaschine allein lassen? Die wollte mich fressen!”
Egal, der Staubsauger wird dennoch geholt und in der Küche abgestellt. Und dann wird das Baby gesucht, das entweder in der Kammer hockt und das gesamte Leergut nach eigenem Muster sortiert oder aber einen Durchschlupf an der notdürftig versperrten Treppe gefunden hat und nun bereits auf halbem Wege ins Dachgeschoss ist. Also, Baby einsammeln und mit sich selbst und dem Staubsauger in der Küche einsperren. Sobald der Staubsauger läuft, hört das Baby dann auch endlich auf, brüllend an der Tür zu stehen, weil es eingesperrt wurde. Und dann versuchen sie mal zu staubsaugen, wenn am Staubsauger ein 10kg schweres Baby hängt bzw. sich quasi darauf ablegt, darauf abstützt und laut “Sparta!” oder so etwas in der Art brüllt. Dauer: 30min
3. Kochen
Im Grunde habe ich mich ja damit abgefunden, dass wir nur übergroße Kinder können. Philip sieht ja neben so manchem Klassenkameraden wirklich gigantisch aus und auch Johannes macht rein äußerlich eher den Eindruck eines mindestens einjährigen Kindes. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Baby es mühelos schafft, am Herd herumzuspielen. Nun kann man ja bei Nichtgebrauch einfach die Knöpfe abnehmen, aber schwierig wird es, wenn man sich inmitten einer alltäglichen Kochorgie befindet. So entscheidet das Baby darüber, ob der Ofen tatsächlich auf nur 175°C vorgeheizt wird, entscheidet oft, dass 200°C besser sind und dreht zudem den Kartoffeln kurz vor dem Sieden den Saft ab. Und während man sich noch wundert, warum nichts, aber auch gar nichts so funktioniert wie es soll und schnell schon mal die ersten Teile in die Spülmaschine räumt, kann man im Grunde auch schon wieder bei Punkt 1 beginnen. Dauer: mind. 60min.
Und, dass das Baby wohl versuchte, sich mit der Klobürste anzufreunden, während ich das Waschbecken putzte, erwähne ich hier nur am Rande. Ebenso, dass ich mitunder sehr sonderbare Dinge in der Waschmaschine und die zu waschende Wäsche an den verrücktesten Orten wieder finde. Never leave your child unattended. Never. Ever.
Ich sollte dringend mal meine Blogroll überarbeiten. Die ist ja völlig überholt! Irgendwie scheint es aber auch immer mehr Blogs, die ich wirklich gern gelesen habe, nicht mehr zu geben, aus den unterschiedlichsten gründen natürlich. Schade finde ich es dennoch. Mittlerweile lese ich auch nur noch recht wenige Blogs wirklich regelmäßig. Das soll sich aber ändern. Ich werde mal ein bißchen in Euren Blogs stöbern. Da lässt sich doch sicher der eine oder andere Geheimtipp finden.
wurde mir vom Baby heute Nacht mitgeteilt, was es gerade bedrückt. Im Stundentakt um genau zu sein. Gegen halb fünf schien dann aber das Wichtigste mitgeteilt und ich durfte bis knapp sieben Uhr schlafen. Zumindest kann ich mich an keine weiteren Unterbrechungen erinnern. Ab da bekam ich dann wahlweise den Kopf, einen Arm oder den Hintern ins Gesicht. Na, die gute Nachricht ist: Er ist so schön kuschelig.
Immerhin habe ich es heute endlich geschafft, den Weihnachtsbaum zu entkleiden. Beim Verräumen von dem ganzen Weihnachtskram, ging dann die erste Kugel zu Bruch und die Aufräumarbeiten wurden großzügig auf später irgendwann verschoben. Irgendwie konnte ich Johannes dann auch zum Schlafen überreden. So konnte ich sogar schon ganz in Ruhe duschen. Nahezu ein Wellness-Tag hier.
Kommt mir auch ganz gelegen, denn Pete hat mal wieder eine 6-Tage-Woche und darf Freitag und Samstag bis 22 Uhr Inventur machen. Und dann hätte ich sehr gern mal 2-6 Wochen Urlaub am Meer. Mit Sonne. Man wird ja noch träumen dürfen.