Für Larissa. So sieht das Ferienprogramm der Stadtjugendpflege Limburg aus. In dem sehr dünnen Heft verbergen sich dann fünf Ferienfreizeiten und vier Tagesangebote. Dazu noch eine ähnlich überschaubare Menge an Angeboten der Musikschule und der VHS.
Frustig.
Im Grunde weiß ich ja, dass man loslassen muss, damit die Dinge sich entwickeln könne, wie man es sich wünscht, aber es fällt mir schwer. Ich habe einfach gern Kontrolle. Anwenden lässt sich das momentan auf einige Dauerthemen, die mir echt den letzten Nerv rauben.
Diese Wohnungssuche beispielsweise ist so was von kraftraubend und aussichtslos. Bleiben ist für uns aber auch keine Option. Und so werden täglich die Wohnungsangebote abgecheckt, gerne auch mal mehrfach und am Ende bleibt nichts außer Frust. Heute Nachmittag hatte ich einen Besichtigungstermin vereinbart, ruhige Gegend, Altbau, 5 Zimmer, kleiner Garten, aber am Ende mit anzuschaffender Küche, Kaution und Provision für uns nicht machbar. Ich weiß, wir haben völlig überzogene Vorstellungen, aber ich wäre ja sogar bereit etwas mehr auf den Tisch zu legen, wenn ich das Gefühl hätte, es würde sich wirklich lohnen. Mittlerweile ziehe ich sogar in Betracht, doch ein Haus zu kaufen, auch wenn das eigentlich utopisch ist. Meine Geduld ist erschöpft. Ein Jahr suchen wir nun schon die eierlegende Wollmilchsau.
Update
Nachdem wir letzten Mittwoch dann zur Audienz bei der Vermieterin geladen waren, war recht schnell klar: Das wird nichts. Entscheiden konnte sie bei dem Termin eh nichts, weil ihr Verwalter und Erbe des Hauses nicht anwesend war. Das ist vielleicht auch ganz gut so. Wer weiß, vielleicht hätten wir sonst vor Ort ganz unüberlegt den Mietvertrag unterschrieben.
Wir haben also schweren Herzens am Sonntag für die Wohnung abgesagt, aber wir glauben einfach, dass die Vermieterin, die ja im selben Haus wohnt, einfach nicht glücklich mit uns geworden wäre. Sie hat keine eigenen Kinder und war von der Idee, dass wir mit zwei Kindern einziehen wollen, nicht wirklich begeistert. Ohne unsere Kinder einziehen hätten wir jetzt aber auch nicht so toll gefunden. Und wir hatten auch einfach Angst, dass wir schnell mit ihr aneinander geraten würden, vermutlich spätestens beim Thema “Fussball spielen im Garten” wäre das ziemlich sicher auch passiert und was nützt uns eine tolle Wohnung mit einem großen Garten, wenn die Kinder darin nicht spielen dürfen.
Außerdem ist die jetzige Mieterin auch sehr bemüht und nimmt sich viel Zeit für diese alte Dame, die ja auch einfach nicht mehr viel vor die Tür kommt. Zeit ist für mich aber ein gar zu kostbares Gut und ich hatte echt Panik, dass man hinterher jeden Tag bei ihr sitzen und schnattern muss oder dass sie mich mittags im Treppenhaus abfängt um den Kleinen zu sehen. Am ende hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt und ihr hätte meine Art, Dingen, auf die ich keine Lust habe, aus dem Weg zu gehen, sicher nicht gepasst.
Wie dem auch sei. Für einen kurzen Moment hatten wir eine Perspektive, die fehlt jetzt natürlich wieder. Aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass sich da ganz bald etwas Tolles ergibt.
Daumen drücken, bitte. Danke!
Heute um 16 Uhr lernen wir die Vermieterin kennen und hoffen, dass wir die Ü90-Dame von uns überzeugen können, ohne Theater spielen zu müssen. Und dass sie sich dann schnell entschließt, damit wir Freitag den Mietvertrag kündigen können. Ahhh… Ich bin nervös!
Ja, und nu?
Am Samstag schauten wir uns ein kleines Reihenhaus an. 125 Quadratmeter, vier Zimmer, 250qm Garten. Lage suboptimal, Zustand unterirdisch, Miete im Verhältnis viel zu hoch. Aus der Traum vom Haus. Mal wieder. Aber das kennen wir ja schon. Und so langsam schlich sich das Gefühl ein: Vielleicht können wir uns einfach kein Haus leisten. Jetzt. im Moment. es gäbe ja tolle Dinger, aber wir sind eben nicht bereit 1500€ Miete zu zahlen und bauen/kaufen ist auch überhaupt keine Option.
Also überwand ich mich gestern und rief die Nummer an, die mir eine Bekannte gegeben hatte. Die Nummer gehörte zu einer jungen Frau, die drei Häuser weiter wohnt und aus der Wohnung nun ausziehen wird. Obwohl es die gleiche vielbefahrene Strasse ist, es kein Haus zu vermieten gibt, war ich neugierig. Altbau, 120qm, Gartenmitbenutzung, 6 Zimmer und das Ganze für unter 1000€ warm, lockten mich einfach. Also vereinbarte ich eine Besichtigungstermin für heute nachmittag und ging dort auch erstmal allein hin, also mit den Kindern, aber ohne Mann. ![]()
Leider, leider ist die Wohnung ziemlich toll. Und zudem auch noch günstiger als unsere jetzige. Aber eben auch genauso laut. (Ich glaube ja, dass es dort schon leiser ist, aber mein Mann sieht das anders.) Jedenfalls war die Wohnung so toll, dass ich meinen Mann heute Abend direkt rüberschickte zum Gucken. Und weil der nun aber im Kino ist und ich mich mitteilen muss, schreibe ich diesen Post.
Und diese Liste:
Pro
~ gleiche Lage, gleiche Vorteile (kurzer Weg zur Arbeit, zum Kindergarten, gemeinsames Mittagessen, stadtnah)
~ gleiches soziales Umfeld (!!!)
~ mehr Zimmer
~ weniger Miete
~ Garten
~ Vermieter ≠ Chef (!!!!!!!!!!!)
~ weniger ungenutzte Quadratmeter
~ getrennte Kinderzimmer + Arbeitszimmer + Esszimmer (Zimmeranzahl verdoppelt sich!)
Contra
~ Umzug und die damit verbundenen Kosten
~ gleiche laute Strasse
~ eventuell Küchenübernahme
~ kein Gäste-WC, kein Balkon
~ …
Eigentlich eindeutig, aber leider nur eigentlich. Ich weiß nicht, ob wir einen Umzug finanziell stemmen können, inkl. der anfallenden Kosten für die Küche, die wir übernehmen müssten und auch so Sachen wie die horrende Nebenkosten-Nachzahlung, die uns auf jeden Fall erwartet wegen des langen Winters. Entscheiden müssten wir uns bis Ende der Woche. Und dann wissen wir noch immer nicht, ob es klappt, da eigentlich schon eine Maklerin eingeschaltet ist, die wir aber wegen der oben erwähnten Bekannten ja komplett umschippert haben. Besagte Maklerin kennen wir aber und da ließe sich dann möglicherweise tatsächlich etwas drehen.
Und zu allem Übel habe ich auch eigentlich nicht so wirklich viel Lust schon wieder umzuziehen. Man kommt sich ja vor, wie ein Nomadenvölkchen. Alle 2,5 – 3 Jahre umziehen… Andererseits haben wir auch echt schon eine Menge mitgemacht und heute wurde uns schon die nächste Baustelle offenbart und das nervt mich eigentlich am allermeisten. Also vielleicht?…
Erstmal drüber schlafen und dann schauen wir mal morgen früh. Aber ich werde wohl nicht besonders gut schlafen. Insgeheim richte ich nämlich schon ein. Mal schauen, ob es meinem Mann genauso geht.
EDIT: So, die halbe Nacht in Gedanken Möbel gerückt und heute morgen das OK vom Mann bekommen. Wir werden also versuchen, unsere Traumwohnung zu bekommen. Ein paar gedrückte Daumen können sicher nicht schaden.
Hui, bin ich aufgeregt!!!
Träume
Ich träume von einer Welt in der man vormittags aufräumt und man das nachmittags noch sieht, in der sich Kinder Essen wünschen, dass ihnen hinterher schmeckt, in der müde Kinder nicht mit einem Bein über dem Gitter stehen und sich die Seele aus dem Leib brüllen, in der Kinder allein Ideen für unterhaltsame Spiel haben, in der Kinder wissen, welche Jacke, welche Schuhe am besten geeignet sind, in der kleine Kinder nicht mit Vorliebe am Bein der Mutter hängen, in der es bezahlbare Häuser für Familien gibt, in der die Sonne scheint und es 23 Grad Celsius hat…
Man wird doch noch träumen dürfen!
Drei lange Tage.
Seit unserem Ausflug am Wochenende sind wir kaum vor die Tür gekommen. Das ist für einen Nachmittag mal ganz okay, am zweiten wird es dann schon anstrengend und am dritten Tag in Folge wird es dann unerträglich. Leider war das Wetter aber hier nicht so, dass wir uns vor die Tür wagen wollten. Viel zu kalt und was noch viel schlimmer war: Viel zu naß! Aber ich will mich hier nicht über das Wetter auslassen, auch wenn es dazu derzeit ja Grund genug gibt.
Heute nachmittag geht es also raus, egal wie, egal wohin, nur raus. Vielleicht gehen wir mal auf den Französischen Markt, der im Nachbarort (und Nachbarbundesland!) stattfindet. Da könnte man sich mal mit einigen Köstlichkeiten belohnen.
Gestern Abend hatte ich einen Termin mit einer Neukundin vor dem ich echt richtig Bammel hatte, weil es eine für mich so unbekannte Branche ist und es uns beiden so schwer fällt, in griffige Worte zu fassen, was genau sie tut. Also war ich den ganzen Nachmittag total nervös, versuchte irgendetwas in meinem Kleiderschrank zu finden, was ich tragen kann, um mich besonders wohl in meiner Haut zu fühlen, das hilft ja oft. Glücklicherweise verlief der Termin absolut positiv, denn obwohl wir noch immer keinen treffenden Namen für das Kind haben, so konnte ich mit dem von mir präsentierten Visual großen Eindruck schinden. Offensichtlich hatte ich eine sehr gute Eingebung und habe damit den Nerv meiner Kundin getroffen. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet. Umso glücklicher bin ich jetzt und ich denke, nun wird uns die Arbeit etwas leichter von der Hand gehen.
Nicht ganz so glatt läuft derzeit die Fremdbetreuung von Johannes, denn beide seiner Haupterzieherinnen glänzen derzeit durch Abwesenheit. Die eine hat seit Mittwoch drei Wochen Urlaub, die andere ist noch bis Ende Mai krankgeschrieben. Also gibt es jeden Morgen eine deftige Brülleinlage und ich versuche mit einem Lächeln auf den Lippen zu gehen, damit er nicht merkt, dass mir auch nicht wohl dabei ist, mein aufgelöstes Kind dort zu lassen. Ich weiß ja, dass es ihm dort gut geht und die Vertretungen sind sehr nett und er kennt sie auch schon länger, aber irgendwie ist mir das lieber, wenn das Kind vergnügt in die KiTa hopst. (Phase, Phase, Phase…)
Apropos Phase: Johannes ist ja nicht so der Kuscheltiertyp, aber zur Zeit ist es mir schon etwas unheimlich. Zum Kuscheln werden jetzt nämlich konsequent ein ganz bestimmtes Auto für die linke und ein großes Schleich-Pferd für die rechte Hand verlangt. Beides geht mit ins Bett und ich bin froh, dass er es immer irgendwie schafft, nicht die halbe Nacht draufzuliegen. Heute hat er aber mal einen Teddy mitgenommen. Aber das war dann auch wieder nicht richtig.
Weiter geht’s…
Leben eben.
Wenn ein ganz wunderbares, entspanntes, lustiges aber auch anstrengendes Bloggerwochenende hinter einem liegt, ist die Motivation, endlich, endlich mal wieder anständig zu bloggen, sehr groß.
Es war so schön, all die Menschen (wieder) zu treffen. Ein bißchen ist das am Ende dann ja, als würde man alte Brieffreunde sehen. Man trifft sich vielleicht nicht so oft, aber man kennt sich halt. Uns hat es auf jeden Fall so gut gefallen, dass wir unmöglich wieder fünf Jahre warten können und wollen. Vielleicht schaffen wir es diesmal ja eher.
Ich muss aber gestehen, dass ich offensichtlich doch langsam zu alt werde, um an zwei aufeinander folgenden Abenden Alkohol zu trinken und bis drei Uhr morgens aufzubleiben. Das muss ich dringend mehr trainieren.
Den Kindern hat es auf jeden Fall sehr, sehr gut gefallen und wir waren positiv überrascht, wie gut sich unser großer Sohn integrieren konnte. Entgegen meinen Befürchtungen ist er nicht zwei Tage lang laut schreiend umher gelaufen. Im Grunde habe ich ihn fast gar nicht zu Gesicht bekommen. Wenn es Essen gab, setzte er sich und aß und ansonsten spielte er einträchtig mit den anderen anwesenden Jungs und Mädchen. Am liebsten wohl Fussball.
Überhaupt lief das Ganze sehr harmonisch und friedlich ab. Nicht einmal beim Konsole spielen wurde sich gezofft, was mich wirklich nachhaltig beeindruckt hat. Und die Erwachsenen haben sich auch anständig benommen.
Ansonsten gibt es hier echt richtig viel Arbeit. Und das ist gut so! Aber eben anstrengend. Ich arbeite mittlerweile an so vielen verschiedenen Projekten, dass es mir manchmal echt schwer fällt, den Überblick zu behalten. Aber es macht Spaß, ich habe tolle Kunden und die Aufgaben sind sehr vielfältig. Nur für den Absprung aus dem Angestelltenverhältnis reicht’s halt nicht, aber das ist jetzt auch erstmal nicht so wichtig.
Wichtig wäre, dass wir mal eine neue Wohnung oder (viel besser) ein Haus zur Miete finden würden, aber bisher verlief die Suche ziemlich erfolglos. Dabei möchte ich eigentlich nicht noch einmal Weihnachten hier feiern. Nicht, dass das hier so schlimm war, aber ich brauche in puncto Wohnsituation einfach mal etwas Perspektive.
Und da wird auch schon wieder nach mir verlangt.
<3
Hallo Frühling!
Lang überfällig ist der Frühling. Da hilft auch alles “Das Wetter ist wie es ist. Das müssen wir so annehmen.”-Runtergebete nicht. Spätestens als ich an Ostersonntag den Vorhang aufzog und frischen Schnee liegen sah, war es auch bei mir vorbei mit dem Akzeptieren.
Gestern kam dann aber die Sonne mit aller Macht und so kam es, dass wir nachmittags ganz spontan in der Sonne saßen und das von der Freundin spontan gelieferte Eis verspeisten. Fantastisch! Und am Sonntag soll es sogar richtig warm werden.
Wobei ich der Fairness wegen auch noch erwähnen möchte, dass wir im Oster-Nordsee-Urlaub fast jeden Tag schönsten Sonnenschein hatten. Eisigen Wind zwar auch, aber wenigstens keinen Regen.
Namen
Lang bevor Johannes sein erstes Wort gesprochen hat, rätselte Philip, welchen Namen er wohl vom kleinen Bruder verpasst bekommen würde. Irgendwie war ihm wohl klar, dass es ihm schwer fallen würde, den Namen richtig auszusprechen.
Nun haben wir die Antwort auf diese Frage. Es wurde nicht “Hiphip”, auch nicht “Pillip”, nein, der Kleine nennt den Großen “Fellekk”.
